Noch vor Festivalende

Beatpatrol floppte: Hunderte wollen Geld zurück

Wien
05.09.2026 11:33

Tag zwei am heutigen Samstag hat zwar noch gar nicht gestartet – allerdings kann man wohl jetzt schon behaupten, dass das Beatpatrol-Festival wohl als wahrer Flop in die Musik-Annalen eingehen wird. Denn wie berichtet, griff man bei Organisation und Kalkulation der Veranstaltung gehörig daneben, ließ zahlreiche Fans am Freitag über Stunden warten. Hunderte wollen bereits ihr Geld zurück. 

Feiern, tanzen, gute Musik – darauf waren Hunderte Fans jedenfalls am Freitag eingestellt. Viel geblieben ist davon nicht. Wie berichtet, endete der erste Tag des Beatpatrol-Festivals, das auf dem Gelände der Galopprennbahn Freudenau über die Bühne gehen sollte, in einem wahren Desaster. 

Einlass erst sechseinhalb Stunden später
Die Füße der Besucher wurden zwar beansprucht, nicht aber etwa durchs Tanzen, sondern durchs Stehen und Warten. Um 14 Uhr hätten eigentlich die Pforten geöffnet werden, der Einlass wurde aber immer weiter nach hinten verschoben. Tatsächlich gelangten die Besucher, die für die Tickets nicht weniger als 90 Euro bezahlt hatten, erst ab 20.30 Uhr in blockweiser Abfertigung auf das Gelände – zweieinhalb Stunden vor Ende (!) des ersten Festivaltages.

Zwar traten neben Yousuke Yukimatsu als erster Künstler auch noch die Headliner des ersten Tages – Charlotte de Witte und Timmy Trumpet – auf, mehrere andere Künstlerinnen und Künstler blieb das jedoch aufgrund der fortgeschrittenen Uhrzeit verwehrt. Auch für den zweiten Festivaltag am Samstag zeichneten sich erste Ausfälle ab. Als Grund wurde seitens der betroffenen Künstler genannt, dass weder Rückmeldung oder Bestätigung seitens der Veranstalter erfolgt noch die Anreise organisiert worden sei. 

Der Auftakt des Beatpatrol-Festivals wurde zum Flop.
Der Auftakt des Beatpatrol-Festivals wurde zum Flop.(Bild: Krone KREATIV)

Fans gehen im Netz auf Barrikaden

  • a_guy_called_rene: Ich hoffe @beatpatrol.festival ihr hauts einen refund raus wir sibd (sic!) so angepisst
  • sabiine000: hoffentlich bekommen wir das Geld zurück?? war ja für dieses line up sowieso schon viel zu teuer
  • grisu310: Hab noch so ein chaotisches Event erlebt. Die Leute nur hinhalten statt ehrlich zu kommunizieren. Das war‘s mit Beatpatrol. Leider
  • harry_kah: Erinnert mich stark an „Zero Ducks Given“ mit den Tweekaz, Veranstantungsort war nie gebucht, Absage kurz vorher aus „Produktionstechnischen Gründen“, tatsächlich aber simpler Betrug
  • a_kapustin: Ich bin mittlerweile fast überzeugt, dass die Verzögerung des Festivalstarts eine Verschwörung der Budenbetreiber am Eingang ist – hier sind die Schlangen für Wasser und Essen einfach unglaublich.
  • _bensche: Das mit der Planung üben wir aber nochmal 
  • tinka954chrisy: Oida 1x verlässt man das Haus… kann was!!!
  • schmatzinski: Like für Sammelklage @konsumentenschutz@diearbeiterkammer
  • eliahperniza: Extra von Tirol angereist und Ihr haut solch eine wichtige Info 1 std nachdem eigentlichen Start des Festivals raus. Erstes und letztes Mal zu Besuch, schade!
  • ced_slz: Do I really came from France for this? I thought French festivals were disorganized, but well I´m speechless (...)
    (Bin ich wirklich dafür aus Frankreich gekommen? Ich dachte, französische Festivals sind unorganisiert, aber wow, ich bin sprachlos (...), Anm.)
  • christianemuzik: Eine Frechheit das erst nach dem geplanten Start zu veröffentlichen, und die Ticketinhaber nicht schon vorab per Mail zu informieren.....billig sind die Karten ja nicht, so dass es wurscht wäre wenn 3h Programm einfach so entfallen

 

Stichwort Veranstalter: Der gab sich bislang wortkarg zu den Gründen des Organisationsfiaskos, versprach am Abend jedoch jenen Besuchern, die nur ein Ticket für den Freitag gekauft hatten, einen Gratisbesuch des zweiten Festivaltages. 

Fans überlegen Sammelklage
Ein äußerst schwacher Trost für die Fans, die für das Festival teilweise sogar aus dem Ausland angereist waren. Neben Galgenhumor findet sich auf Social Media auch heftige Kritik an den Veranstaltern. Viele Besucher wollen ihr Geld zurück, erwägen bereits eine Sammelklage wegen des verpatzten Festivals. 

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