Der KAC empfängt in der Champions Hockey League am heutigen Samstag den Schweizer Meister Fribourg. Die Gäste verfügen über ein Hammerbudget. Entwarnung gibt es bei einem Verteidiger der Rotjacken.
Keine Entwarnung für den KAC! Mit dem Schweizer Meister Fribourg-Gotteron (siegte zum CHL-Auftakt 4:2 in Graz) wartet nach Bordeaux (2:1 n. V.) ein noch größeres Kaliber auf die Rotjacken. Erstmals in der Vereinsgeschichte stemmten die „Romands“ vergangene Saison den Pokal.
Mit rund 35 Millionen Franken – fast das siebenfache der ICE-Topklubs – wird das Budget beziffert. Ermöglicht durch eine fast 100 prozentige Auslastung in der neuen BCF-Arena (Fassungsvermögen 9000 Zuschauer!), die demnächst ausgebaut werden soll.
Für geschichtsträchtigen Erfolg sorgt die schwedische Achse: Marcus Sörensen, Jacob de la Rose und Patrik Nemeth sind die Top-Stars. Und Meistertrainer Roger Rönnberg, dem das Kunststück gleich im ersten Jahr gelang. Zuvor holte er mit Frölunda viermal die Champions Hockey League, installierte sofort seine Geheimwaffe, seinen Datenanalysten. „Er ist sehr charismatisch, ein Siegertyp. Mit hohen Hochs und tiefen Tiefs. Und er kann den Gegner halt auch richtig zipfen, provozieren – er weiß, wie man gewinnt“, erzählt KAC-Stürmer Jan Mursak, der Rönnberg bei Frölunda drei Jahre miterlebt hatte.
„Roch nach Käsefondue“
Auch Raphael Herburger erinnert sich an seine Gastspiele mit Lugano bei Fribourg. „Jedes Spiel ist ein Event. Da roch es ja schon vor dem Spiel so gut nach Käsefondue. Das zelebrieren die dort“, schwärmt der Rotjacken-Akteur schmunzelnd. Der Respekt vor den Eidgenossen, bei denen Klub-Legende Julien Sprunger aufhörte und Top-Goalie Reto Berra zu Kloten wechselte, ist bei den Rotjacken jedenfalls riesig. Herburger kennt die Spielweise: „Sie sind taktisch perfekt eingestellt, spielen strukturiert.“
Was das für den KAC bedeutet? „Wir müssen nahe am Mann sein und frühzeitig aggressiv attackieren. Jede kleine Lücke, jeder Stellungsfehler wird eiskalt ausgenützt. Eisläuferisch sind die in einer ganz anderen Liga, da gehts sonst tack-tack und es klingelt“, warnt er.
Verteidiger fehlt
Entwarnung gibt es hingegen bei Mattias Göransson. Der Schwede (krank) fehlt Samstag fix, sollte kommende Woche beim CHL-Trip nach Norwegen und Köln wieder dabei sein. Im Tor dürfte es trotz starken Vorauer-Auftritts zur Rotation kommen und Sebastian Dahm starten. Ein Wiedersehen gibt es mit Ex-KAC-Zeugwart Benny Boquist, der die Eisschuhe Fribourgs schleift.
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