Wie viel Wiesenmarkt geht sich mit einem begrenzten Budget aus? Die „Krone“ hat Freitag in Bleiburg den Selbstversuch gewagt – von der Bratwurst bis zur Schmetterlingsfahrt.
Normalerweise kauf’ ich mit unserem Haushaltsgeld Brot, Butter und Pasta. Dieses Mal hat mir meine bessere Hälfte jedoch 50 Euro aus diesem Topf in die Hand gedrückt und mich auf den Bleiburger Wiesenmarkt geschickt. Meine Mission: Mit dem orangenen Schein möglichst viel erleben. Gesagt, getan.
Bereits fürs Parken wurden mir fünf Euro abgeknöpft. Je näher man am Gelände parkt, desto teurer wird es. Ob ein paar Meter Fußmarsch zwei Euro mehr wert sind? Beim nächtlichen Heimweg vielleicht.
Bratwurst, Riesenrad und Co.
Schon beim Betreten des Wiesenmarktes steigen einem herrliche Düfte in die Nase. Zuerst ging’s für mich allerdings einmal hoch hinaus. Mit vollem Magen Saltos durch die Lüfte zu drehen, bekommt mir eher weniger. Die Wahl fiel auf die klassische „Schmetterlingsfahrt“ – Kostenpunkt: drei Euro. Nachdem ich durch die Lüfte geflogen war, wurde es kulinarisch. Wolfgang Stefitz jun. empfahl mir eine klassische Bratwurst: „Die hat 250 Gramm – davon wirst du bestimmt satt.“
Mit neun Euro weniger gönnte ich mir ein kühles Helles. „Wir brauen unser eigenes Bier – helles, dunkles und schwarzes. Ein großes Bier kostet 6,10 Euro“, lächelt mir Jana Breznik entgegen. Zwischenstand: 26,90 Euro. Ein Lebkuchenherz durfte nicht fehlen – zehn Euro. Beim Entenangeln gab’s einen Teddy – ich übergab dafür ebenfalls zehn Euro. Mit den letzten 6,90 Euro ging’s noch aufs Riesenrad. Die verbliebenen 1,90 Euro reichten gerade noch für die Toilette. . .
Fazit: Für eine Einzelperson gibt’s genug Vergnügen um 50 Euro. Doch mit Kindern wird das Börserl deutlich schneller leer – vor allem, wenn Fahrgeschäfte, Essen und das eine oder andere Souvenir dazukommen.
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