Verhandlungen laufen

Es geht um Millionen: Sparkurs trifft die Spitäler

Steiermark
03.09.2026 05:00

Die Zeiten stark steigender Budgets im Gesundheitsbereich dürften zu Ende sein. Auch die steirischen Krankenhäuser müssen sparen, Verhandlungen und Berechnungen laufen. So gehen alleine die Barmherzigen Brüder Graz von neun Millionen Euro weniger aus.  

Die Budgetverhandlungen im Land Steiermark werden nach der Sommerpause intensiver, bis Oktober muss der Haushalt für 2027 stehen. Fest steht: Es muss überall gespart werden, auch im Gesundheitsbereich. Die Unruhe ist bereits spürbar. „Zentrales Ziel ist es, System sowie Verwaltung zu verschlanken und gleichzeitig das medizinische Angebot für die Menschen zu verbessern“, heißt es auf Anfrage aus dem Büro des ÖVP-Landesrats Karlheinz Kornhäusl.

Gerüchte, wonach die landeseigene Spitalsgesellschaft Kages bis zu 400 Personen (von fast 20.000 Mitarbeitern) einsparen soll, werden dort nicht bestätigt: „Eine diesbezügliche Vorgabe ist uns nicht bekannt.“ Man bekenne sich aber zu den Grundsätzen der Wirtschaftlichkeit, Sparsamkeit und Zweckmäßigkeit. Dazu gehören der weitere Ausbau tagesklinischer und ambulanter Behandlungen, aber auch der Verzicht auf teure Neubauten.

Verschobene Investitionen, weniger Nachbesetzungen
Bei den Barmherzigen Brüdern Graz bestätigt man, dass „die aktuelle Notwendigkeit zu Sparmaßnahmen auch unser Krankenhaus trifft.“ Man befinde sich derzeit in enger Abstimmung mit dem Land Steiermark und dem Gesundheitsfonds. Aktuell geht man von Einsparungen über neun Millionen Euro aus. Das soll durch die Verschiebung und Reduktion größerer Investitionen, Optimierungen von internen Prozessen und teilweiser Nicht-Nachbesetzung von Pensionierungen erreicht werden. Das medizinische Angebot soll uneingeschränkt bleiben, auch ein direkter Personalabbau soll vermieden werden.

Der KPÖ-Landtagsabgeordnete Alexander Melinz
Der KPÖ-Landtagsabgeordnete Alexander Melinz(Bild: Christian Jauschowetz)

Der KPÖ-Landtagsabgeordnete Alexander Melinz sieht dennoch bereits „Vorbote auf weitere Kürzungen im Gesundheitsbereich. Die Wahlversprechen der FPÖ, dass bei der Gesundheit nicht gekürzt wird, lösen sich zunehmend in Luft auf.“

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