SPÖ dementiert

Bablers Vater soll für OP vorgereiht worden sein

Innenpolitik
02.09.2026 22:57
Porträt von krone.at
Von krone.at

Eine parlamentarische Anfrage der FPÖ lässt derzeit die Wogen hochgehen. Inhalt: Der Vater von SPÖ-Chef Andreas Babler soll bei einer Routine-OP in einem Wiener Spital schneller drangekommen sein.

Der Vorwurf, über den die „Kleine Zeitung“ am Mittwochabend zuerst berichtete, ist brisant. Es handelt sich um einen Gastpatienten aus Niederösterreich – und Babler hatte im Wahlkampf mit dem Slogan „E-Card statt Kreditkarte“ geworben.

Eingebracht wurde die Anfrage an Gesundheitsministerin Korinna Schumann von FPÖ-Sozialsprecherin Dagmar Belakowitsch. Sie fordert „lückenlose Aufklärung“ über den Verdacht, Bablers Vater könnte im Orthopädischen Spital Speising bei einem Operationstermin bevorzugt worden sein.

Ausgangspunkt sind demnach Aussagen von Klinikmitarbeitern, wonach der Vater des SPÖ-Chefs im Sommer „auffallend rasch“ operiert worden sein soll. Belakowitsch spricht von einem möglichen Bruch der Reihungsregeln und warnt vor einer Behandlung nach „Status, Bekanntheit oder Parteibuch“ statt nach medizinischer Dringlichkeit.

Insgesamt umfasst die Anfrage zehn Fragen. Die Freiheitlichen wollen unter anderem wissen, wie lange die Wartezeit tatsächlich war, ob politische Interventionen erfolgt sind, ob andere Patienten verschoben wurden und ob das Gesundheitsministerium die Vorwürfe offiziell untersuchen lässt.

Die SPÖ dementiert wütend (ohne auf den Vorwurf einzugehen) und nennt den Eingriff in die Privatsphäre „beispiellose politische Unkultur“.

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