Mit hochkarätigen Konzerten, einem neuen Festival sowie einem Schwerpunkt auf der Jugendarbeit führt Intendant Michael Nemeth den Grazer Musikverein in die Saison 2026/27.
Wie man ein neues Festival in Gang setzt, zeigt Michael Nemeth gerade exemplarisch vor: Mit gebündelten Kräften bringt er von 10. bis 19. Mai neben Lisette Oropesa, dem Quatuor Ébène und Philharmonix auch noch die Wiener Philharmoniker unter Riccardo Muti sowie The Philharmonic Brass unter Tugan Sokhiev, dem Dirigenten des Wiener Neujahrskonzerts, um seinem Pfingstreigen ordentlich Glanz zu verleihen.
Stimmlicher Glanz
Doch auch das übrige Programm des Musikvereins kann sich wieder lassen. Jonathan Tetelman, leuchtender Stern am Tenorhimmel, ist ebenso zu Gast wie Österreichs Mezzo-Aushängeschild Patricia Nolz, Wagner-Held Klaus Florian Vogt, Grandseigneur Plácido Domingo oder das stimmstarke Duo Francesco Meli und Luca Salsi.
Los geht die Saison am 28. und 29. September mit Anna Rakitina, den Grazer Philharmonikern und Starpianist Rudolf Buchbinder. Bereits im Oktober wartet ein Mozart-Fest mit Adam Fischer, seinem Danish Chamber Orchestra und Fagottistin Sophie Dervaux. Dazu steht noch ein Kinderprojekt mit Marko Simsa und Kammermusik mit dem Ensemble Colloredo an. Konzerte in kleiner Besetzung u. a. mit dem Jerusalem Quartet, Trio Brontë, Janoska Ensemble und anderen gehören ebenso ins Programm wie die Auftritte der Grazer Philharmoniker unter ihrem Chef Vassilis Christopoulos, aber auch unter Emmanuel Tjeknavorian, Katharina Morin und Andreas Ottensamer.
Viel Programm für die Jugend
Das Jugendsymphonieorchester findet sich wieder im Programm, wie überhaupt ein großes Angebot für Jugendliche. Highlight ist wohl der Auftritt von Organistin Anna Lapwood, die nicht nur auf TikTok die Massen begeistert.
„Wir haben in der letzten Saison einen Rekord-Kartenverkauf erzielt“, freut sich Nemeth, fügt aber hinzu, dass das fürs Überleben notwendig ist. „Wir konnten damit wieder 80 Prozent Eigenwirtschaftlichkeit erreichen.“ Und er ist glücklich, dass die ORF-Kulturabgabe nun bis 2029 bleibt. „Das sichert hoffentlich den dritten Teil unserer Dreijahresförderung.“
Der Kartenverkauf beginnt am 14. September, mit Ausnahme von Riccardo Muti und Tugan Sokhiev (ab 1. Dezember).
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