Schütze feuerte 40 Mal
Tödliche Schießerei bei Rave-Party war Amoklauf
Am Sonntag ist bei einer Schießerei auf einer Rave-Party in der Schweiz eine Frau ums Leben gekommen. Die Polizei geht davon aus, dass der Angriff ein Amoklauf war, teilten die Beamten am Mittwoch mit.
Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sei der am Montag festgenommene Mann der Schütze, sagte Polizeikommandant Oberst Michael Leupold. „Er hatte keine Mitwisser oder Mittäter“, sagte Staatsanwalt Christoph Rüedi am Mittwoch. Ein Motiv sei aber unklar. Der 43-Jährige sei Schweizer Staatsangehöriger ohne Migrationshintergrund.
Sonntagfrüh war es bei einer Raveparty in Aarau zu einer tödlichen Schießerei gekommen. Eine 22-jährige Italienerin wurde dabei getötet. Fünf Menschen wurden durch Schüsse verletzt, eine weitere Person, die sich erst später meldete, durch einen „Abpraller“, wie die Polizei berichtete.
Schütze feuerte Dutzende Male
Nach Angaben der Polizei war der Mann mit dem Auto zum Gelände des Aargauischen Rennvereins gefahren, wo seit Samstag ein Techno-Musikevent stattfand. Der Rave war praktisch zu Ende, als die Schüsse fielen. Es hätten sich aber noch mehr als 100 Menschen auf dem Gelände aufgehalten.
Der Mann habe dort mit einem Sturmgewehr zunächst rund 40 Mal wahllos in die Menschenmenge geschossen. An einem weiteren Standort habe er mit einer Pistole geschossen. In seinem Auto seien eine Kalaschnikow und zwei Pistolen gefunden worden.
Man gehe aktuell davon aus, dass der 43-Jährige eine psychische Krankheit habe. Der Mann sei Truppenkoch gewesen und 2013 aus der Armee ausgeschieden. Der Mann habe sich in der Nacht auf Montag selbst gestellt und sei nun in Untersuchungshaft. Gegen ihn laufe ein Strafverfahren wegen vorsätzliche Tötung, Mordes, mehrfache Gefährdung des Lebens und Verstößen gegen das Waffengesetz.

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