Bei Schweizer Rave
Sturmgewehr: Täter feuerten wahllos in die Menge
Bei einem Schweizer Techno-Rave kam es am Sonntagabend zu einem Anschlag. Mehrere Personen wurden verletzt, eine junge Frau wurde getötet. Jetzt gab die Polizei bekannt: Die Täter schossen wohl mit einem Sturmgewehr wahllos in die Menge.
Am Tatort wurden die Hülsen zweier Kaliber gefunden: 9 Millimeter sowie 5,45x39 Millimeter. Das kleinere Kaliber wird unter anderem für Pistolen und Maschinenpistolen verwendet, das größere für Sturmgewehre. Das teilte die Kantonspolizei Aargau am Montag mit.
Kaliber passt zu Sturmgewehr AK-74
Das Kaliber 5,45x39 Millimeter kommt beim sowjetischen Sturmgewehr AK-74 sowie verschiedenen Nachbauten zum Einsatz, wie der Schweizer „Tagesanzeiger“ berichtete. Die Täter schossen mit einer solchen Waffe offenbar wahllos in die feiernde Menge. Polizeikommandant Michael Leupold zufolge habe es sich bei der Toten und den Verletzten um Zufallsopfer gehandelt: „Wir sehen im Moment keine Verbindung zwischen den Opfern.“
Schüsse fielen aus Distanz von bis zu 300 Metern
Laut Einsatzleiter Hauptmann Matthias Schildknecht wurde aus einer Distanz von bis zu knapp 300 Metern auf das Festivalgelände geschossen. Der Angriff ereignete sich gegen 2.30 Uhr, als die Veranstaltung auf dem Gelände der Pferderennbahn in Aarau ausklang.
Party-Gäste gerieten in Panik
Unter den rund 3500 Rave-Gästen sei Panik ausgebrochen, nachdem mehrere Schüsse abgefeuert wurden, wie Zeugen berichteten. Die Gäste hätten unter den DJ-Pulten Schutz gesucht. Wer die Schüsse abfeuerte, ist noch unklar. Zeugen berichteten von zwei Tätern.
„Keiner der Verletzten mehr in Lebensgefahr“
Eine 22-jährige Frau aus Italien wurde bei dem Anschlag getötet. „Leicht bis schwer verletzt im Spital befinden sich vier Männer und eine Frau im Alter zwischen 24 und 27 Jahren“, schrieb die Kantonspolizei Aargau in einem Posting auf X. Keine der Personen befinde sich mehr in Lebensgefahr.

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