Die erneute Eskalation zwischen den Iran und den USA hat bereits dazu geführt, dass der Preis für europäisches Erdgas eine historische Höchstmarke erreicht hat. Auch der Ölpreis stieg wieder, beim Gold zeigte eine leichte Erholung.
Bereits den dritten Tag infolge setzte der Preis für europäisches Erdgas seinen Höhenflug fort, nachdem er schon am Dienstag eine Rekordmarke übersprungen hatte.
Der Erdgas-Terminkontrakt TTF zur Lieferung in einem Monat an der Börse in Amsterdam kletterte um gut drei Prozent bis auf 74,43 Euro je Megawattstunde (MWh). Damit ist Erdgas teurer als zu Beginn des Iran-Kriegs, als die Notierung im März zeitweise über 70 Euro je MWh gestiegen war. Höher war der Preis zuletzt 2022, als er nach einem russischen Lieferstopp infolge des Ukraine-Kriegs zeitweise über 300 Euro gestiegen war.
Iran-Krieg bringt Energiemärkte unter Druck
Die USA führten den zweiten Tag in Folge Luftangriffe auf den Iran durch. Durch den Krieg und die Blockade der Straße von Hormuz ist ein großer Teil der weltweiten Lieferungen an Erdgas ausgefallen. D
Das US-Militär attackierte nach eigenen Angaben in der Nacht Luftabwehrstellungen und Radarsysteme der iranischen Revolutionsgarden sowie Gerät zum Verlegen von Seeminen. Der Iran reagierte mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Jordanien, Kuwait und Bahrain.
Ölpreis auf Höchststand seit einem Monat
Auch der Ölpreis reagierte auf die Spannungen im Mittleren Osten. Ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Referenzsorte Brent aus der Nordsee mit Lieferung im November wurde bei 94,83 US-Dollar (82,37 Euro) gehandelt und damit 0,2 Prozent höher als am Vortag. Zeitweise wurde im frühen Handel bei knapp über 97 Dollar der höchste Stand seit mehr als einem Monat erreicht.
„Die rasante Eskalation der letzten 36 Stunden treibt die Ölpreise in die Höhe, da das Risiko weiterer Störungen in der Meerenge oder Angriffe auf die breitere Ölinfrastruktur als Risikoprämie eingepreist wird“, sagte Rohstoffexperte Saul Kavonic vom australischen Finanzdienstleister MST Marquee.
Goldpreis gab leicht nach
Der Goldpreis befindet sich aktuell zwar weiterhin auf hohem Niveau, gab aber am Mittwoch leicht nach. Zuletzt wurde eine Feinunze (etwa 31,1 Gramm) bei 4318,65 US-Dollar gehandelt. Das waren 0,21 Prozent weniger als am Vorabend.
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