Nach Hacker-Attacke

„Reagieren Sie nicht“: AK warnt alle Mitglieder

Oberösterreich
02.09.2026 13:20

Vor mittlerweile drei Wochen haben bisher unbekannte Hacker die Arbeiterkammer (AK) Oberösterreich attackiert. Die Täter haben sich auch Zugang zu den Daten der AK-Mitlieder verschafft. Nun warnt die Interessenvertretung alle ihre 670.000 Mitglieder im Bundesland per Brief.

Dieser Tage erhalten alle rund 670.000 Mitglieder der AK in Oberösterreich Post von ihrer Interessenvertretung. „Am Montag, 10. August 2026, haben Cyberkriminelle die Arbeiterkammer Oberösterreich angegriffen. Die Polizei wurde umgehend eingeschaltet und es wurde Anzeige erstattet“, heißt es zu Beginn des recht förmlich gehaltenen Schreibens, das der „Krone“ vorliegt.

Hintergrund ist folgender: Die bisher unbekannten Hacker dürften auch Daten der AK-Mitglieder abgegriffen haben. Das verpflichtet die Arbeiterkammer laut Datenschutzgrundverordnung dazu, die Betroffenen über die gestohlenen Daten und das Risiko daraus zu informieren.

AK warnt vor Fake-Nachrichten
Welche und wie viele Daten die Kriminellen abgesaugt haben, ist aber noch unklar – das kann „aufgrund der gezielten Spurenverwischung durch die Angreifer nicht festgestellt werden“, heißt es im Brief der AK OÖ. Die Interessenvertretung ruft ihre Mitglieder jetzt jedenfalls zu besonderer Aufmerksamkeit auf: „Sollten Sie etwa SMS, WhatsApp-Nachrichten oder E-Mails mit dem Absender „Arbeiterkammer Oberösterreich“ erhalten, in denen Ihnen zum Beispiel Zahlungen in Aussucht gestellt werden, reagieren Sie auf diese Nachrichten nicht.“ Keinesfalls sollten Bankdaten weitergegeben werden, heißt es weiter. Und: „Wir kontaktieren unsere Mitglieder aktuell werde zu Auszahlungen von Bonusaktionen noch zu Gewinnspielen.“

Beratungen für Mitglieder sind aufrecht
Die Arbeiterkammer OÖ selbst läuft derzeit in so etwas wie einem Notbetrieb: Weil die bisherigen IT-Systeme immer noch abgeschaltet sind, haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Ersatzlaptops erhalten. Dadurch ist die AK OÖ mittlerweile wieder per E-Mail erreichbar – die Telefonleitungen sind sowieso offen und auch persönliche Beratungen sind möglich. Sämtliche Leistungen für die Mitglieder stehen uneingeschränkt zur Verfügung, heißt es von der Arbeiterkammer.

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