Kehle durchtrennt

Mord hinter Gittern: 17-Jähriger ist geständig

Kärnten
02.09.2026 09:51
Porträt von Kärntner Krone
Von Kärntner Krone

Mit einer Einwegrasierklinge soll ein 17-jähriger Untersuchungshäftling seinen Zellengenossen getötet haben – so lautet der Mordvorwurf der Klagenfurter Staatsanwaltschaft. Und dieser Vorwurf dürfte auch stimmen. Denn der 17-Jährige zeigt sich in einer Einvernahme geständig.

Mit durchtrennter Kehle fanden am frühen Dienstagmorgen Justizwachebeamte einen 19-Jährigen in einer Gefängniszelle in der Klagenfurter Justizanstalt. Schnell rückte der Verdacht auf seinen 17-jährigen Zellengenossen. 

Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Mordes
Daher nahm auch die Staatsanwaltschaft Klagenfurt Ermittlungen wegen des Verdachts des versuchten Mordes auf. „Er ist zum Mordvorwurf geständig“, erklärt Christian Pirker, Sprecher der Staatsanwaltschaft Klagenfurt.

Wie berichtet, soll es zwischen den beiden Häftlingen, die sich seit 7. August die Zelle teilten, öfter zu Streitigkeiten und Reibereien gekommen sein. Das bestätigt auch der 17-Jährige. Diese seien aber den Justizwachebeamten nicht aufgefallen.

Zitat Icon

Wir hätten sofort reagiert, wenn es Probleme gegeben hätte.

Josef Gramm, Leiter der Justizanstalt Klagenfurt

Details zur Tat schockieren
In der Einvernahme konnten neben dem Geständnis auch noch schockierende Details zur Tatnacht ans Tageslicht gefördert werden. Der 17-Jährige erklärte, dass ihm sein späteres Opfer vor der Tat gedroht habe. Daraufhin habe er den 19-Jährigen bewusstlos gewürgt und anschließend mit einer Einwegrasierklinge die Kehle durchtrennt. 

Tatverdächtiger ist psychisch auffällig
Schon vor der schrecklichen Tat soll der 17-Jährige psychische Auffälligkeiten auf – das zeigen Recherchen der APA. Unter anderem soll der Jugendliche Familienmitglieder mit dem Umbringen bedroht und in einem Klagenfurter Mehrparteienhaus ein Feuer zu legen versucht haben.

Daher gab die Staatsanwaltschaft Klagenfurt bei der Verhängung der Untersuchungshaft ein psychiatrisches Gutachten in Auftrag. „Das Gutachten liegt noch nicht vor“, sagt Pirker.

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