Online-Befragung läuft

Wie es mit dem Wörthersee weitergehen soll

Kärnten
02.09.2026 06:59

Der Wörthersee ist sowohl Tourismusmagnet und Wirtschaftsfaktor als auch Erholungsgebiet und Ökosystem in einem. Der „Seendialog Wörthersee“ soll zwischen den verschiedenen Interessengruppen vermitteln. Bis 30. September können Anrainer und Besucher online über die Zukunft des Sees mitbestimmen.

Egal ob auf, im oder rundherum – der Wörthersee bietet zahlreiche Nutzungsmöglichkeiten und Aktivitäten für Touristen und Einheimische. Das türkisblaue Wasser ist aber nicht nur schön zum Ansehen und Erleben für uns Menschen, sondern der Lebensraum für zahlreiche Pflanzen und Tiere.

Wasserqualität top, Öko-Zustand mittelprächtig
Doch obwohl die Wasserqualität zum Baden ausgezeichnet ist, wird der ökologische Zustand des Sees laut EU-Wasserrahmenrichtlinie lediglich als „mäßig“ eingestuft. Begründet wird das mit den Rückgängen bei Wasserpflanzen und Schilfbeständen sowie dem Verlust von Lebensraum von Wasserlebewesen.

Um das Leben am und im See wieder besser und nachhaltig zu vereinen, wurde das Projekt „Seendialog Wörthersee“ vom Umweltministerium und dem Land Kärnten Anfang des Jahres gemeinsam ins Leben gerufen. Nach einzelnen Gesprächen und Themen-Workshops mit Interessensvertretern wird nun auch die Bevölkerung miteinbezogen. Bis 30. September können Anrainer sowie auch Besucher einen öffentlich zugänglichen Online-Fragebogen ausfüllen und so ihre Sichtweise über die Nutzung des Wörthersees mitteilen. Alternativ dazu liegt der Fragebogen in Papierform auf allen sieben Gemeindeämtern der Seegemeinden auf.

Gesucht: „Tragfähige Lösungen zur Zukunft des Sees“
„Mit dem Seendialog wollen wir unterschiedliche Erfahrungen und Sichtweisen zusammenbringen, um gemeinsam tragfähige Lösungen für die Zukunft des Wörthersees zu entwickeln“, sagt Landesrätin Marika Pöllinger und ruft zur regen Beteiligung auf: „Eingeladen zur Teilnahme an der Befragung sind konkret die ansässige Bevölkerung mit Haupt- oder Zweitwohnsitz, Urlaubs- und Tagesgäste, die lokalen Betriebe und deren Beschäftigte sowie alle, die sich in Vereinen oder Initiativen rund um den See engagieren.“

Umweltminister Norbert Totschnig ist vom Konzept der öffentlichen Befragung überzeugt: „Es braucht gemeinsame Lösungen, die von den Menschen vor Ort mitgetragen werden und ihre Interessen und Bedürfnisse berücksichtigen“, sagt der ÖVP-Politiker. Gefragt wird unter anderem nach der persönlichen Einschätzung zur touristischen Nutzung des Sees, den Erholungs- und Freizeitangeboten wie auch zur Seenökologie. Die Ergebnisse der Befragung werden im Herbst präsentiert. Auf dieser Grundlage sollen Vorschläge zu bestimmen Maßnahmen entwickelt werden.

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