War schwer krank

Jüngster König der Welt tot: Rätsel um Thronerben

Royals
01.09.2026 17:49
Porträt von krone.at
Von krone.at

Mit nur 34 Jahren ist vor einigen Tagen der wohl jüngste König der Welt gestorben. Der ugandische Monarch war schwer erkrankt. Nach seinem Tod stellt sich jetzt die Frage nach dem Thronnachfolger, dazu gibt es widersprüchliche Aussagen.

Oyo Nyimba Kabamba Iguru Rukidi IV. war der König des traditionellen Tooro-Königreichs in Uganda und starb vergangene Woche mit 34 Jahren. Der König litt an einer aggressiven Form von Krebs, berichtete die ugandische Zeitung „Daily Monitor“. Für seine Behandlung sei er deswegen in letzter Zeit in den USA gewesen. Der Monarch bestieg schon im zarten Alter von nur drei Jahren den Thron, im vergangenen Jahr wurde er vom Guinessbuch der Rekorde als jüngster König der Welt anerkannt.

Das Königreich Tooro

Tooro und Ugandas drei weitere Königreiche haben heute nur noch traditionell-kulturelle Bedeutung. Die Könige hatten die politische Macht 1967 verloren.

Oyo Nyimba Iguru Rukidi wurde nach dem Tod seines Vaters 1995 zum Oberhaupt von rund 1,2 Millionen Einwohner von Tooro gekrönt.

Hatte König Oyo Kinder?
Noch ist nicht öffentlich bekannt, wer König Oyo nachfolgen soll. Es gibt widersprüchliche Aussagen dazu, ob der König Kinder hat, die den Thron besteigen könnten. Ugandas Präsident schrieb auf der Plattform X, dass er mit König Oyos Mutter, der Königlichen Hoheit Kemigisa telefoniert habe.

Sie habe gesagt, dass König Oyo „einen kleinen Bub als Erben hinterlassen hat, der der Öffentlichkeit zum richtigen Zeitpunkt vorgestellt werden wird.“ Auch Calvin Armstrong Rwomiire Akiiki, Premierminister von Tooro erklärte, dass König Oyo „einen Prinzen als seinen Erben“ hinterlasse.

König Oyo im Jahr 2010, er wurde nach dem Tod seines Vaters 1995 gekrönt.
König Oyo im Jahr 2010, er wurde nach dem Tod seines Vaters 1995 gekrönt.(Bild: AFP/Roberto Schmidt)

Dem widersprechen allerdings die Clan-Ältesten des Königreichs Tooro. „Der König hatte kein Kind“, erklärte Charles Kayondo Kamurasi, das Oberhaupt des königlichen Babiito-Clans. „Ich weiß nichts davon, weil uns das nie mitgeteilt wurde“, erzählte er dem „Daily Monitor“, wie das „People“-Magazin berichtet. Der Premierminister hätte außerdem „weder das Recht noch die Befugnis“ gehabt, einen Erben anzukündigen, weil er kein Mitglied der Königsfamilie sei.

Königshaus wählt neuen König aus
Dazu, wie es jetzt im Königreich Tooro weitergeht, hielt sich Kamurasi bedeckt. „Wir werden eine Sitzung abhalten, aber ich kann der Presse zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht alle Informationen offenlegen“, erklärte er. Die Mitglieder des Königshauses müssen laut ihm die Angelegenheit jetzt klären. Der neue König werde jetzt „aus den Reihen der bestehenden Prinzen“ ausgewählt. Denn „was auch immer der Ministerpräsident sagt“, der Clan wisse nichts von einem Sohn König Oyos.

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