Wirbel in Mannheim
Lokalpolitiker plant Swingerparty im Rathaus
Mit einer ungewöhnlichen Veranstaltung sorgt derzeit ein Lokalpolitiker in der deutschen Stadt Mannheim für Aufsehen: Er will eine Swingerparty im Rathaus organisieren. Doch Julien Ferrat hat für die Zukunft noch größere Visionen: Ein FKK-Swinger-Dorf für bis zu 2000 Leute schwebt ihm vor.
Es klingt wie ein Scherz, aber Ferrat nimmt sein Vorhaben offenbar ernst: Der Stadtrat will eine politische Swingerparty veranstalten – „idealerweise im Rathaus“, erklärt der Politiker der Wählervereinigung „Die Mannheimer“. Notfalls kann er sich das Event auch in privaten Räumlichkeiten vorstellen.
Verbindliches „Gruppensex-Training“ für Interessierte
Bereits 50 Interessenten hätten sich schon bei dem 35-Jährigen gemeldet. Diejenigen, die er noch nicht persönlich kenne, „werden nun zum Gruppensex-Training geladen“, so Ferrat. Dieses sei sogar verbindlich, damit „niemand unvorbereitet“ bei seiner Veranstaltung aufkreuze. Ferrat verstehe sich als „Politiker zum Anfassen“. Er ist überzeugt: „Gruppensex mit dem Stadtrat dürfte das Nonplusultra an Bürgernähe sein.“
Eines ist gewiss - der Lokalpolitiker sorgt mit seinen Plänen für Schlagzeilen:
Stadt zweifelt an „Durchführbarkeit“
Ein Sprecher der Stadt wollte sich gegenüber dem Sender SWR nur verhalten zur geplanten Veranstaltung äußern: Anhand der bisher bekannten, sehr rudimentären Informationen, bestehen erhebliche Zweifel an der Zulässigkeit und Durchführbarkeit der von ihm genannten Pläne, hieß es.
Es ist nicht das erste Mal, dass der Stadtrat mit seiner provokanten „Bürgernähe“ für Schlagzeilen sorgt. Erst im vergangenen Jahr hatte der 35-Jährige zu einer „politischen Bildungsfahrt“ ins FKK-Swinger-Paradies „Village naturiste“ im Cap d‘Agde aufgerufen. 20 Teilnehmer konnte er für den Ausflug nach Frankreich gewinnen. Die ungewöhnliche Destination sieht er offenbar als Vorbild für ein eigenes Projekt: Denn er möchte ein ähnliches Ressort in Mannheim umsetzen, wie er erklärt.
Ferrat: FKK-Swinger-Paradies könne Geldsegen sein
Er argumentiert, dass ein FKK-Swinger-Paradies in seiner Stadt viel Geld einbringen könne, diese solle auch den Betrieb übernehmen. In einem Konzeptpapier stellt er sich als Zielgruppe vorrangig Paare, BDSMler (Anm. Fans von sadomasochistischen Sexpraktiken und Fesselspielen) und homosexuelle Männer vor. Er hält 100.000 bis 200.000 Nächtigungen für realistisch. „Dies würde etwa 10 Millionen bis 20 Millionen Euro an Gewinn pro Jahr für die Stadtkasse bedeuten“, rechnet Ferrat vor.








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