Erfolg der Eltern
Italien: Volksschule für nur ein Mädchen eröffnet
Auf der italienischen Vulkaninsel Stromboli wird für nur eine Schülerin eine Volksschule eröffnet. Das Mädchen hat am 10. September seinen ersten Schultag.
Nach 20 Jahren hat der kleine Ort Ginostra damit wieder eine Volksschule. Die sechsjährige Aysha wird in Räumlichkeiten unterrichtet, die die Pfarrgemeinde zur Verfügung gestellt hat.
Aysha feierte im Juni ihren sechsten Geburtstag. Ihre Eltern, ein 41-jähriger Tunesier und eine 34-jährige Sizilianerin hatten sich für die Wiedereröffnung der Schule eingesetzt.
Ort nur auf dem Seeweg erreichbar
Das Paar lebt in Ginostra, einem abgelegenen Ort auf Stromboli, der nur auf dem Seeweg erreichbar ist. In dem Ort leben im Winter nach Angaben der Nachrichtenagentur ANSA etwa 40 Menschen. Die Infrastruktur ist begrenzt. Es gibt unter anderem ein Lebensmittelgeschäft, das aber häufig geschlossen ist.
Fährverbindung oft eingeschränkt
Für Aysha wäre der tägliche Schulweg nach Stromboli oder auf die Nachbarinsel Lipari schwierig gewesen. Die Fahrpläne der Fähren lassen sich nach Angaben der Familie nicht mit den Unterrichtszeiten vereinbaren. Im Winter sind die Verbindungen zudem häufig eingeschränkt.
Die Eltern wandten sich deshalb an den Bürgermeister von Lipari sowie an das zuständige Schulamt der Provinz Messina. Sie baten darum, in Ginostra eine Außenstelle der Volksschule einzurichten. Mit Erfolg, wie sich zeigt.

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