PV-Förderung

Jeder Zweite holt sich Bonus für „Made in Europa“

Wirtschaft
01.09.2026 14:41

Wer bei der Errichtung von Photovoltaikanlagen auf Komponenten aus Europa setzt, bekommt eine bis zu 20 Prozent höhere Förderung. Das möchten sich viele scheinbar nicht entgehen lassen. Bereits bei jedem zweiten Förderprojekt wurden heuer Teile aus Österreich bzw. Europa verbaut. In Summe sind das über 27.000 Anträge.

Bei der Förderung für Photovoltaikprojekten zeigt der Bonus für Produkte aus Europa: Bei den ersten beiden Fördercalls des heurigen Jahres enthielten jeweils rund 48 Prozent der Anträge zumindest eine Komponente, also beispielsweise Wechselrichter, PV-Modul oder Stromspeicher, aus Österreich bzw. Europa. Insgesamt kamen über 27.000 Antragsteller in den Genuss von mehr Unterstützung.

Bei Modulen noch Luft nach oben
Besonders hoch war die Nachfrage bei Wechselrichtern, wo 46 Prozent beispielsweise auf die österreichische Marke Fronius oder eben europäische Produkte setzten. Bei Speichern stieg die Wertschöpfung zuletzt von 20 auf 21 Prozent, bei PV-Modulen ist mit 16 Prozent „Europaanteil“ noch am meisten Luft nach oben.

Erfreut über die Gesamtentwicklung zeigt sich Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer: „Der Made-in-Europa-Bonus wirkt. Das zeigt die Bereitschaft der Menschen, auf europäische Qualität zu setzen, wenn wir dafür die richtigen Anreize schaffen. Damit stärken wir Wertschöpfung, Arbeitsplätze und technologische Unabhängigkeit in Europa“.

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Der Made-in-Europa-Bonus wirkt. Das zeigt die Bereitschaft der Menschen, auf europäische Qualität zu setzen, wenn wir dafür die richtigen Anreize schaffen.

Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer

Bis zu 20 Prozent Zusatzförderung
Für Photovoltaik-Anlagen, die mit technischen Komponenten aus europäischer Wertschöpfung (EWR und Schweiz) errichtet werden, steigt der Investitionszuschuss um bis zu 20 Prozent. Konkret sind es Plus 10 Prozent für PV-Module und weitere 10 Prozent für Wechselrichter.  Wer einen Stromspeicher verbaut, bekommt dafür ebenfalls 10 Prozent.

Nächster Fördercall am 8. Oktober
Die nächste Möglichkeit, Geld für PV-Projekte zu bekommen, startet am 8. Oktober um 17 Uhr. Wie zuletzt sollte man jedoch schnell sein, es gilt das – vielfach kritisierte – „First-Come-First-Serve-Prinzip“ (wer zuerst kommt, mahlt zuerst). Zuletzt war der bereitgestellte Fördertopf in wenigen Minuten ausgeschöpft.

Keine Förderung mehr ab 2027 für kleine PV-Anlagen
Das man beim Antragstellen schnell sein muss, will Minister Hattmannsdorfer künftig ändern. Bei der geplanten Neuausrichtung der EAG-Förderung ab 2027 soll nicht nur europäische Wertschöpfung weiterhin berücksichtigt werden, sondern auch das „First-Come-First-Serve-Prinzip“ beendet werden. Dafür sei ein stärkerer Fokus auf intelligente Energiemanagementsysteme, Speicherlösungen und die Nachrüstung bestehender Anlagen vorgesehen. Das bedeutet jedoch, dass es ab 2027 für klassische kleine PV-Anlagen künftig keine Förderung mehr geben soll.

„Krone“-Sonne mit Fokus auf Österreich bzw. Europa
Beim erfolgreichen Photovoltaik-Projekt „Krone Sonne“ wurde von Beginn an bei den zentralen Komponenten ausdrücklich auf europäische bzw. österreichische Produkte der Fokus gelegt. Bei Wechselrichtern sind es beispielsweise meist Produkte von Fronius aus Oberösterreich. Und auch die Montage wird von regionalen, heimischen Fachbetrieben durchgeführt.

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