Unglück vor Zypern

Nach Fährunglück Tauchgang zu Wrack geplant

Ausland
01.09.2026 07:57
Porträt von krone.at
Von krone.at

20 Menschen werden vermisst, acht Menschen sind tot – nachdem die Express-Fähre „Filo Jet“ nahe Zypern gekentert war, laufen die Ermittlungen zur Unfallursache auf Hochtouren. Ein Tauchgang zu dem Wrack ist bereits geplant. Gegen den Kapitän und acht weitere Verdächtige wurde eine Untersuchungshaft angeordnet. 

Nach dem Fährunglück mit mehreren Toten vor der Mittelmeerinsel Zypern ist ein Tauchgang zu dem in rund 500 Meter Tiefe liegenden Wrack geplant. Ein Spezialschiff aus der Türkei wird dazu am Dienstag in Nordzypern erwartet.

Das angeforderte Rettungs- und Bergungsschiff verfügt über eine besondere Technologie, mit der ...
Das angeforderte Rettungs- und Bergungsschiff verfügt über eine besondere Technologie, mit der Aufklärungseinsätze durchgeführt werden können.(Bild: AFP/JEWEL SAMAD)

Tufan Erhürman, der Präsident der nur von der Türkei anerkannten Republik Nordzypern, erklärte Medien zufolge, man wolle nach den noch vermissten Personen und dem Schiffsdatenschreiber suchen.

Der Schiffsdatenschreiber speichert fortlaufend Daten wie Position, Kurs, Geschwindigkeit, Radardaten, Maschinenstatus und Alarme. Die Analyse dieser Informationen soll dabei helfen, den Hergang des Unglücks zu rekonstruieren.

Einsatz von ferngesteuertem Unterwasserfahrzeug
Das türkische Rettungs- und Bergungsschiff TCG IŞIN (A-583) verfügt über besondere Technologie, mit der Aufklärungseinsätze in tiefen Gewässern durchgeführt werden können. Es ist demnach etwa mit einem ferngesteuerten Unterwasserfahrzeug und einem Panzertauchanzug (ADS) ausgestattet.

Einige der insgesamt 239 geretteten Passagiere hatten schwere Vorwürfe gegen die Besatzung erhoben. Mehrere Überlebende sagten aus, sie hätten kurz vor dem Kentern des Schiffes einen Knall gehört.

Kapitän in Untersuchungshaft
Gegen den Kapitän und acht weitere Verdächtige wurde am Montag eine dreitägige Untersuchungshaft angeordnet. Ihnen wird „Tötung durch Fahrlässigkeit und Unachtsamkeit“ vorgeworfen.

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