Es ist der Sommer der Rekorde: Was viele schon vermuteten, lässt sich nun mit Sicherheit sagen. Die Zahlen geben zu denken. Er war zu heiß und es fehlte vor allem der Niederschlag. Umwelt-Landesrat Stefan Kaineder präsentierte nun eine heiße Sommerbilanz
Am Montag war der letzte Tag der wärmsten Jahreszeit – zumindest aus meteorologischer Sicht. Und was für ein Sommer es war: In Linz wurden 44 Hitzetage mit mehr als 30 und 20 Hitzenächten mit mehr als 20 Grad gemessen – so viele wie noch nie zuvor.
40 Hitzetage
Nicht nur im Zentralraum und da vor allem in den Betonschluchten der Hauptstadt war es so heiß: Auch Braunau, Enns, Bad Goisern oder Weyer verzeichneten mehr als 40 Hitzetage. „Das war der wärmste Sommer seit 260 Jahren Messgeschichte. Alleine in den vergangenen 40 Jahren sind die Sommer im Schnitt um 2,8 Grad wärmer geworden“, erläutert Alexander Ohms, Meteorologe bei der GeoSphere Austria. Er verstärkte Umwelt-Landesrat Stefan Kaineder (Grüne) bei dessen Pressekonferenz zur Klima-Sommer-Bilanz.
Wetterlagen bleiben lange da
Zum Vergleich: Im Sommer 2025 gab es keine einzige Nacht mit mehr als 20 Grad. Dass das aber nicht gegen den Klimawandel spricht, betont der Experte: „Es nehmen die sogenannten Blocking-Wetterlagen stark zu – das Wetter bleibt längere Zeit konstant als früher. Dadurch steigt das Potenzial, dass sie extremer werden“, so Ohms. Während der Sommer 2025 zu nass war, fällt der heurige um 43 Prozent zu trocken aus. In manchen Regionen war es sogar noch viel prekärer: In Wels etwa gab es ein Defizit von 87 Prozent, in Steyr gab es um 91 (!) Prozent zu wenig Niederschlag.
Es war seit Februar zu trocken
Nicht nur der Sommer, sondern das ganze Jahr – mit Ausnahme des Februars – war viel zu trocken: So fehlen in Linz 239 Liter Niederschlag pro Quadratmeter. An einem sehr regnerischen Tag fallen rund 20 bis 30 Liter. „Die Antwort kann nur eine doppelte sein: Wir müssen die Emissionen senken, damit die Erhitzung nicht zunimmt, und uns anpassen, um Schäden gering zu halten“, sagt Landesrat Stefan Kaineder von den Grünen. Er kritisierte auch die bundesweiten Einsparungen bei Klimaschutzmaßnahmen.
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