Technisch zu schwierig

Drama am Attersee: Wrack-Bergung abgebrochen!

Oberösterreich
29.08.2026 15:06

Als eine „zermürbende Spielerei“ bezeichnete der Vöcklabrucker Bezirksfeuerwehrkommandant Wolfgang Hufnagl die Bergung des abgestürzten Kleinflugzeugs aus dem Attersee. Eine 19-jährige Flugschülerin und ihr 24-jähriger Fluglehrer waren am Mittwoch abgestürzt. Bisher ist es den Feuerwehrleuten noch nicht gelungen, das Wrack zu fassen. Am Samstagnachmittag wurde der Versuch schließlich abgebrochen.

„Wir haben es immer noch nicht geschafft, dass wir das Flugzeug richtig erwischen. Das ist derzeit unsere Hauptaufgabe. Erst dann kann man überhaupt von einer Bergung reden. Und auch das wird dann noch Stunden dauern“, dämpfte der Bezirksfeuerwehrkommandant Wolfgang Hufnagl bereits am Samstagvormittag die Erwartungen.

„Das Wrack liegt am Seeboden, wir müssen den einarmigen Roboter mit einem Joystick bewegen und versuchen, eine Art Schlaufe darüber zu ziehen.“ Unter dem Flieger komme der Roboter nicht durch, vorn und an den Flügeln gebe es nichts, wo die Einsatzkräfte einhaken können. 

„Wir versuchen irgendeine Stelle zu finden, wo wir die Sicherungsleine festmachen können. Es ist wirklich ein Geduldsspiel. Und dabei sitzt die Mannschaft die ganze Zeit in einem schwankenden Boot. Der Wellengang macht diese Aufgabe nicht einfacher“, schildert der Kommandant.

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So eine Bergung darf man sich nicht vorstellen, wie wenn man zu einem Apfelbaum hingeht und eine Frucht runter pflückt. Das ist deutlich komplexer.

Der Vöcklabrucker Bezirksfeuerwehrkommandant Wolfgang Hufnagl 

Erst wenn den Florianis geglückt ist, eine Bergeleine an dem Flugzeugwrack festzumachen, geht es weiter. Dann muss das Wrack langsam hochgezogen werden. Erst in 40 Metern Tiefe können Taucher mithelfen, dort dann Ballons befestigen, die ein erneutes Absinken verhindern. Zur Erinnerung: Das Wrack war noch am frühen Mittwochabend etwa 300 Meter vom Ufer entfernt in 160 Metern Tiefe lokalisiert worden. 

Wie sieht der aktuelle Zeitrahmen aus? „Schwer zu sagen“, meint Hufnagl. „Wir haben gestern bis Mitternacht gearbeitet, hätten auch die ganze Nacht durchgemacht. Aber durch das Gewitter war der See einfach zu unruhig.“ Heute, Samstag, wurde wieder alles versucht. Doch erst, wenn die Aufhängung klappt, ist eine Bergung möglich – und auch diese wird einige Stunden in Anspruch nehmen.

Am Samstagnachmittag wurde die Bergung unterbrochen, weil der Einsatz technisch zu schwierig sei, so die Landespolizeidirektion OÖ. Es „geht sich heute nicht mehr aus“, sagte auch Hufnagl. Wenn es das Wetter erlaubt, soll ein neuer Bergungsversuch am Sonntag erfolgen. 

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