Hitze und Trockenheit

Bio-Fest als Lichtblick nach hartem Sommer

Tirol
28.08.2026 08:00

Beim Bio-Fest 2026 in Hall in Tirol wird sich heuer alles um den Tiroler Käse drehen. Hinter den Produkten steckt aber eine herausfordernde Sommersaison: Hitze, Trockenheit und schwierige Bedingungen haben den heimischen Milchbauern zugesetzt. 

Wir sind mit einem blauen Auge davongekommen – diesen Satz hörte man bei der Präsentation des 24. Bio-Fests in Hall am 12. September mehrmals. Aber auch wenn die Saison noch mal glimpflich ausgegangen ist, hat sie Spuren hinterlassen. Die Hitzewelle und die daraus resultierende Trockenperiode sorgten vielerorts für Futtermangel, sagt Maximilian Gritsch, Geschäftsleitung Bio Austria Tirol.

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In Regionen wie dem Lienzer Talboden gab es große Ausfälle beim Grünschnitt. 

Peter Bischofer, Obmann der Bio Sennerei Hatzenstädt

„In Regionen wie dem Lienzer Talboden gab es große Ausfälle beim Grünschnitt. Der Großteil der Betriebe hat aber noch Reserven und wird vielleicht nicht mehr so viele Tiere nachbesetzen. Auch eine Reduktion der Tierbestände wird wohl nur vereinzelt notwendig sein. Aber so sollten wir hoffentlich gut über den Winter kommen.“

Im Bild (von links): Christian Margreiter, Norbert Hackl, Björn Rasmus, Ingo Panknin, Peter ...
Im Bild (von links): Christian Margreiter, Norbert Hackl, Björn Rasmus, Ingo Panknin, Peter Bischofer, Maximilian Gritsch und Karin Kössler.(Bild: Johanna Birbaumer)

Peter Bischofer, Obmann der Bio Sennerei Hatzenstädt, selbst Landwirt und Betreiber einer Sennerei schätzt die Saison ähnlich ein. Er sieht die Auswirkungen der Hitze auch bei der Milchproduktion. „Als es so heiß war merkten das auch die Kühe und gaben dementsprechend auch weniger Milch ab“, erklärt er. Auf die Qualität der Produkte wird sich die Hitze nicht auswirken. Diese hänge von mehreren Faktoren ab. Dennoch muss die Landwirtschaft Klimafitter werden.

Milchprodukte könnten in Zukunft teurer werden 
„Tatsache ist: Wir haben in ganz Österreich eine schlechte bis katastrophale Erntesituation bei Futtermittel. Es ist zu vermuten, dass wir Preissteigerung erwarten können“, sagt Björn Rasmus, Geschäftsführer von BIO vom Berg. Für die kommenden Preisverhandlungen mit der Handelskette MPreis hofft Rasmus auf eine positive Entwicklung. Ingo Panknin von der MPreis-Geschäftsführung ist um ein Entgegenkommen bemüht. Zur künftigen Preisentwicklung will er sich nicht äußern.

Trotz der schwierigen Saison soll beim Bio-Fest die Vielfalt der Tiroler Bio-Produkte im Mittelpunkt stehen. Die 26 Stände aus ganz Tirol rücken dabei vor allem die kleinen Sennereien in den Fokus. 

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