Stabiles Geschäftsjahr

Verpackungsriese mit 5,2 Milliarden Euro Umsatz

Vorarlberg
15.01.2026 12:25
Porträt von Vorarlberg-Krone
Von Vorarlberg-Krone

Bei Alpla blicken die Verantwortlichen trotz schwieriger globaler Wirtschaftslage auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 zurück. Mit einem Umsatz von 5,2 Milliarden Euro bleibt der Verpackungs- und Recyclingspezialist auf Wachstumskurs. Der Personalstand stieg auf rund 25.500 Mitarbeiter, die Anzahl der Standorte auf 206. 

Die stabile Entwicklung im 70. Firmenjahr führt CCO Nicolas Lehner unter anderem auf langfristige strategische Weichenstellungen, gezielten Investitionen und risikobedachte Planung zurück: „Wachstumsmärkte können sich drehen, Nachfragen schwanken und Kosten steigen. Das haben wir 2025 vor allem im Getränkemarkt und im Recycling erlebt – und es trifft die gesamte Branche schmerzlich. Umso wichtiger sind ein klarer Plan und Fokus auf den Kundennutzen. Beides treiben wir konsequent voran.“

Aufschwung in Amerika, Westeuropa unter Druck
Positiv sind die Geschäftsentwicklungen in Nord- und Südamerika sowie die starken Resultate im Bereich Extrusionsblasformen (EBM). „Der Markt wächst wieder und wir sind bestens vorbereitet. Dazu haben wir in den vergangenen Jahren die richtigen Schritte gesetzt: Wir haben unsere Effizienz gesteigert, Beziehungen gepflegt, das Angebot diversifiziert und Fachkräfte entwickelt“, betont Lehner. Gleichzeitig stehen die Margen branchenweit unter Druck, was auf gestiegene Kosten und eine schwache Nachfrage, insbesondere in Westeuropa, zurückzuführen ist.

Investitionen in Standorte und Technologien, der Aufbau des Ausbildungswesens in den USA sowie der Einstieg ins südamerikanische Recycling würden den nachhaltigen Aufschwung fördern. Auf globaler Ebene wurde die Spritzguss-Division „ALPLAinject 2025“ um die sechs Standorte von „KM Packaging“ verstärkt. „ALPLApharma“ hat sich mit deutlich gesteigerter Präsenz am Markt für pharmazeutische Verpackungen etabliert. 

Die Division „ALPLArecycling“ hingegen blickt auf ein durchwachsenes Jahr zurück – nicht zuletzt aufgrund regulatorischer Prozesse in der EU und der anhaltenden Preisproblematik. „Neuware ist um ein Vielfaches günstiger als Recyclingmaterial. Während die Nachfrage sinkt und die Kosten steigen, wächst die Gefahr von minderwertigen Importen aus Drittstaaten. Wenn die EU nicht gegensteuert, wird die PPWR zum Eigentor“, warnt Lehner. 

Pionierrolle am Recyclingmarkt verteidigen
Mit neuen Recyclingzielen bis 2030 wollen die Harder trotz der Herausforderungen am Recyclingmarkt auch künftig die Pionierrolle in der Kreislaufwirtschaft verteidigen. Innovative Projekte wie die kürzlich mit „NTCP“ in den Niederlanden gestartete Kooperation für die Herstellung von lebensmitteltauglichem HDPE-Recyclingmaterial geben die Richtung vor. Der Anteil an Post-Consumer-Recyclingmaterial (PCR) soll bis 2030 auf 30 Prozent gesteigert werden. Dazu erweitert ALPLA die derzeit installierte und projektierte Output-Kapazität von 400.000 auf 700.000 Tonnen. Ab 2026 fließen 15 Millionen Euro jährlich ins Recycling.

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