In der Schlussphase holte sich der Tiroler Traditionsverein den Sieg. Und dem 1:0 gegen St. Pölten setzt er nicht nur seine Erfolgsserie fort. Die Euphorie rund um den Verein ist definitiv wieder zurück.
Nicht nur auf den Rängen war die Begeisterung zu spüren, auch im „Krone“-Platzl trafen sich Wacker-Fans, Legenden und Wegbegleiter. „Ich erinnere mich noch an meine Mittelschulzeit. Da bin ich nicht nur bei den Spielen im Tivoli-Stadion gewesen, sondern auch bei den Trainings“, erzählt der Präsident des Tiroler Fußballverbandes, Sepp Geisler.
Schon vor Anpfiff war er überzeugt, dass die Tiroler gute Chancen auf den Sieg haben. „Wir sind im Tabellenranking jetzt einmal unter den besten drei und das sollten wir auch nach diesem Spiel sein.“ Am Ende sollte er recht behalten.
Tivoli feiert Wacker-Comeback
Bis zur 87. Minute fiel zwar kein Tor, doch der geglückte Elfmeter löste schließlich die Begeisterung aus, die schon von Beginn an zu spüren war. „Man bekommt Gänsehaut und schaut gerne zu und muss einfach mit anfeuern. Es ist Tirol gegen den Rest der Welt und man muss einfach hinter Wacker stehen“, strahlte Footballprofi Adrian Platzgummer.
Mit dem 1:0 ist die Rückkehr von Wacker nun auch sportliche Tatsache. „Es war ein tiefer Boden und überraschend stark war die technische Leistung vom FC Wacker. Ich glaube, da geht noch ganz viel“, sagt Thomas Köhle, Geschäftsführer des TVB Paznaun-Ischgl.
Investition in den Verein lohnt sich
Auch der Tiroler Clemens Thym, der beruflich in New York lebt und dort als Leiter für Kredit-Lösungen arbeitet, verfolgte im „Krone“-Platzl nach langer Zeit wieder ein Heimspiel. Auf die witzig gemeinte Frage, ob es besser wäre, in Fußball zu investieren oder sich einen variablen Kredit zu holen, antwortet er mit einem Schmunzeln: „Wenn man sieht, wie es diverse Fußballteams durch Investitionen aus unteren Klassen wieder ganz nach oben schaffen, dann ist das sicher keine schlechte Investition.“ Der Heimsieg sorgt für weiteren Rückenwind rund um den Wacker.
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