Imker nicht informiert

Tirol: Todeskampf bei Bienenstand wirft Fragen auf

Tirol
05.10.2026 05:00

Zwischen Zirl (Tiroler Bezirk Innsbruck-Land) und Eigenhofen wurde ein Wildtier nach einem Verkehrsunfall erlegt. Im Zuge dessen wurde auch eine Bienenzucht demoliert. Der Besitzer ist jetzt sauer, dass er über den Vorfall in keiner Weise informiert wurde.

Tief betroffen und auch verärgert über die Vorgehensweise eines Jägerkollegen zeigt sich Herr S. (voller Name der Redaktion bekannt) aus Seefeld in einem offenen Brief an den Tiroler Jagdverband, den Landesverband für Bienenzucht, die Jagdbehörde sowie an LHStv Josef Geisler (ÖVP). Was war passiert?

Vor wenigen Tagen kam es offenbar zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Fahrzeug und einem Rotwild zwischen Zirl und Eigenhofen.

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Völlig unverständlich ist aber die Art, wie mit den Folgen dieses Vorfalls umgegangen wurde.

Herr S. in einem offenen Brief

Während Todeskampf Bienenzargen umgeworfen
„Das verletzte Tier flüchtete nach den mir vorliegenden Erklärungen zu meinem Bienenstand. Dort wurde es vom zuständigen Jäger gestellt und unmittelbar unter meinen Bienenvölkern erlegt“, schildert S.

Dass das schwer verletzte Tier von seinem Leiden erlöst wurde, dafür zeigt der Imker und Jäger freilich Verständnis. „Völlig unverständlich ist aber die Art, wie mit den Folgen dieses Vorfalls umgegangen wurde.“ Im Todeskampf dürfte das Rotwild nämlich gegen den Bienenstand gestoßen sein, wodurch die Bienenzargen umgeworfen wurden.

Fehlanzeige hinsichtlich einer Kontaktaufnahme
„Die Schlagwirkung auf ein in der Traube sitzendes Bienenvolk bei den derzeitigen Temperaturen kann lebensbedrohlich sein“, weiß der Imker. Sofortiges Handeln wäre eigentlich geboten. Das hätte der Imker natürlich auch getan, wenn er denn über den Vorfall und die Schäden informiert worden wäre. Eine Kontaktaufnahme mit ihm fand jedoch nicht statt.

„Dass ich über den gesamten Vorfall in keiner Weise informiert wurde, empfinde ich als besonders befremdlich. Direkt am Bienenstand befindet sich ein gut sichtbares Schild mit meinem Namen und meiner Telefonnummer. Eine Verständigung wäre jederzeit möglich gewesen.“

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Ein sachlich-freundlicher und respektvoller Umgang sollte nämlich Standard sein.

Herr S. in einem offenen Brief

Prüfung und respektvoller Umgang gefordert
Den zuständigen Jäger hat Herr S. schon kontaktiert und höflich zur Rede gestellt. „Aus meiner Sicht zeigte er sich ungeduldig, genervt, kurz angebunden und teilweise aufbrausend. Auf meine sachlich vorgetragenen Bedenken wurde kaum eingegangen.“ Der Imker fordert eine Prüfung des Sachverhalts. „Ein sachlich-freundlicher und respektvoller Umgang sollte nämlich Standard sein“, schließt der Imker.

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