Fünf Festnahmen, 36 Anzeigen und insgesamt 195 Identitätsfeststellungen: Das ist die Bilanz einer Schwerpunktaktion gegen Jugendkriminalität am Mittwoch in den Wiener Bezirken Meidling und Favoriten.
Im Rahmen der seit Anfang August täglich stattfindenden Schwerpunktaktionen zur Bekämpfung von Jugendkriminalität führte die Wiener Polizei am Mittwoch einen großangelegten Einsatz beim Bahnhof Meidling und dem angrenzenden Bezirk Favoriten durch.
Binnen weniger Stunden wurden 195 Identitätsfeststellungen durchgeführt. Sieben Personen wurden wegen des Verdachts gerichtlich strafbarer Handlungen nach dem Strafgesetzbuch, zehn Jugendliche nach dem Suchtmittelgesetz und weitere 19 wegen Verwaltungsübertretungen angezeigt.
Schwerpunktaktionen ermöglichen es uns, gezielt zu kontrollieren, Straftaten frühzeitig zu erkennen und gefährliche Gegenstände aus dem Verkehr zu ziehen.
Landespolizeipräsident Gerhard Pürstl
Zudem wurden fünf Jugendliche festgenommen – einer wegen eines strafrechtlichen Delikts, die übrigen vier aufgrund fremdenrechtlicher Bestimmungen. Außerdem stellten die Einsatzkräfte unter anderem 79 Gramm Cannabis, zwei Stück psychotrope Stoffe sowie 18 Stück Substitutionsmittel sicher.
Die Jugendkriminalität ist und bleibt ein Sorgenkind. Deshalb müssen wir gerade in diesem Bereich ganz konsequent vorgehen und dagegenhalten.
Innenminister Gerhard Karner
Zahlreiche Schwerpunktaktionen seit 2024
Die Schwerpunktaktion war Teil der verstärkten polizeilichen Maßnahmen gegen Jugendkriminalität. Bereits im März 2024 wurde unter der Leitung des Bundeskriminalamtes und unter Einbindung der Landeskriminalämter die Einsatzgruppe Jugendkriminalität (EJK) eingerichtet. Seither wurden österreichweit zahlreiche Schwerpunktaktionen durchgeführt, ein wesentlicher Teil davon in Wien.
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