Lebensgefährliche Reise für rund 30 Passagiere: Die Insassen wurden in einem tschechischen Bus in Richtung Süden chauffiert, dessen Bremsen und Reifen völlig desolat waren. Auf der Tauernautobahn in Kellerberg wurde die rollende Gefahr aus dem Verkehr gezogen.
Gegen 13:10 Uhr lotsten die Polizeibeamten der Landesverkehrsabteilung im Zuge einer Schwerpunktkontrolle den Bus mit tschechischen Kennzeichen von der Autobahn. Und was die technischen Sachverständigen der Asfinag bei ihrer Inspektion entdeckten, war alarmierend: Die Prüfer dokumentierten gleich sechs technische Mängel der Kategorie „Gefahr im Verzug“.
Sowohl die Betriebs- als auch die Feststellbremse wiesen schwerwiegende, lebensgefährliche Defekte auf. Zudem befanden sich vier Reifen in einem Zustand, der eine sichere Weiterfahrt unmöglich machte. Das Fahrzeug war eine tickende Zeitbombe – für die rund 30 Insassen und alle anderen Verkehrsteilnehmer. Aufgrund dieser akuten Bedrohung für die griffen die Beamten sofort hart durch und beendeten die Fahrt.
Die Polizisten montierten die Kennzeichen ab, zogen den Zulassungsschein ein und kassierten eine Sicherheitsleistung von mehreren tausend Euro - um das eingeleitete Verwaltungsstrafverfahren abzusichern. Sowohl der Buslenker als auch der tschechische Zulassungsbesitzer wurden angezeigt.
Ersatzbus rollte an
Die Insassen waren somit „gestrandet“. „Allerdings nur vorübergehend. Die Busunternehmen sind sehr gut vernetzt – im Regelfall fauert es nie lange, bis ein Ersatzfahrzeug organisiert ist“, so der ebenfalls bei der Amtshandlung anwesende, stellvertrende Leiter der Landesverkehrsabteilung Hannes Micheler zur „Krone“. Zumal die Passagiere wohl lieber die Verzögerung in Kauf nehmen, als einen vorhersehbaren Unfall.
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