Wenn Berge und Meer aufeinandertreffen, entsteht eine Weinwelt voller Charakter. Beim Alpe-Adria Weinfestival & Clubbing auf der Burg Taggenbrunn in St. Veit wird die besondere Vielfalt am 15. Oktober erlebbar. Die „Krone“ zeigt, was die Region so einzigartig macht.
Es ist eine Weinlandschaft ohne scharfe Grenzen. Zwischen Kärnten, Slowenien, Friaul-Julisch Venetien und Istrien verändern sich Böden, Höhenlagen und Klima – und doch verbindet die Regionen eine jahrhundertealte Weintradition. Genau diese Besonderheit macht den Alpen-Adria-Raum zu einer der spannendsten Genussregionen der Welt.
Kärnten bildet dabei einen kleinen, aber immer selbstbewussteren Teil der Weinwelt. Rund 200 Hektar Rebfläche werden bei uns mittlerweile bewirtschaftet. Vor allem Weißweine prägen das Bild, darunter Sauvignon Blanc, Weißburgunder, Riesling und Muskateller. Viele der 50 Weinbauern sind kleinstrukturierte Familienweingüter: Beim Festival dabei sind natürlich „Hausherr Taggenbrunn“ – mit einer Anbaufläche von 40 Hektar auch das größte Weingut Kärntens – sowie Sternberg, Waltl, Vinum Virunum und Karnburg. Dazu kommen etwa das Weingut Leo Hillinger und das Weingut Keringer.
Internationale Weinbauern sind dabei
Über der Grenze in Slowenien wird die Weinwelt größer und noch vielfältiger. Rund 27.000 Hektar Rebfläche und etwa 30.000 Weingüter zeigen dort die Bedeutung des Weinbaus. Gleichzeitig sind viele Betriebe klein und familiengeführt.
Movia, Šuklje und Steyer stehen beispielhaft für diese Vielfalt. In Friaul-Julisch Venetien treffen internationale Sorten wie Pinot Grigio, Chardonnay und Sauvignon Blanc auf regionale Spezialitäten wie Ribolla Gialla, Verduzzo und Picolit. In Taggenbrunn sind unter anderem die Güter Soligo, Marco Felluga e Russiz Superiore und Col Sandago vertreten.
Besonders spannend ist heuer der Blick nach Kroatien. Mit Vina Poletti und Clai Wines kommt eine Weinregion nach Taggenbrunn, die sich in den vergangenen Jahren international immer stärker über ihre eigenen Rebsorten und ihren besonderen Charakter positioniert hat. „Malvazija und Teran gehören zu den Aushängeschildern Istriens. Sie stehen für eine Weintradition, die eng mit dem benachbarten Slowenien und dem italienischen Friaul verbunden ist“, weiß der Kärntner Weinexperte Günther Jordan.
Was diese Region so besonders macht
„Genau darin liegt auch die Besonderheit des Alpe-Adria-Weins: Die Grenzen verlaufen durch die Landschaft, aber nicht durch die Weintradition. Rebsorten, Böden, klimatische Einflüsse und jahrhundertealte Erfahrungen verbinden die Regionen“, so Jordan. „Ribolla Gialla und Rebula, Refosco und Refošk oder die verschiedenen Malvasia-Arten erzählen von dem gemeinsamen Weinraum.“
Auf Taggenbrunn wird diese Vielfalt am 15. Oktober (ab 14 Uhr) zusammengeführt: 100 Sorten von mehr als 40 Winzern, Spezialitäten, persönliche Gespräche, wunderbares Ambiente. Wenn der Abend herannaht, geht der Genuss nahtlos ins Feiern über (ab 19 Uhr): Beim Clubbing kann aber natürlich weiterverkostet werden.
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