Pleiten, Pech & Pannen

Freude der vier Gangster über ihre Beute war kurz

Oberösterreich
18.08.2026 13:57

Die Blitzeinbrecher in den Freistädter Waffenstore hatten zunächst mehr als 200 Gewehre, Pistolen und Revolver zusammengerafft und in ihrem gestohlenen Porsche mitgenommen. Auf der Flucht verloren sie aber den Großteil davon rasch wieder und mussten dann auch den Rest noch in ihrem beschädigten Wagen zurücklassen.

„Ein Coup in diesem Stil ist bei uns einzigartig, wir haben deshalb Anfragen an ausländische Stellen laufen, ob vielleicht dort schon Vergleichbares vorgefallen ist“, sagt Christian Schmidseder, Chefermittler des LKA OÖ.

Es waren vier schlanke, maskierte Männer, die – wie berichtet – am Montag gegen 4.40 Uhr früh mit Akku-Spreitzern in ein Waffengeschäft in Freistadt eingebrochen waren – Alarm wurde ausgelöst. Das Quartett hatte es offenbar nur auf Pistolen, Revolver, halbautomatische Gewehre und Sportwaffen abgesehen.

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Die Täter erbeuteten ausschließlich Schusswaffen, keine Munition oder sonstige Waffen. Auch Jagdgewehre blieben von ihnen unberührt.

Christian Schmidseder, LKA-Chefermittler

Die Gangster verstauten ihre Beute in Taschen, die sie in den Kofferraum ihres aus einer Werkstätte in Vilsbiburg (Bayern) gestohlenen Porsches Macan warfen. Zu diesem Zeitpunkt traf aber bereits die erste Streife ein.

„Die Täter sind sofort mit Vollgas losgebraust, hatten nicht einmal Zeit, die linke hintere Türe zu schließen“, erklärt Schmidseder. Zwei der Männer dürften auf den umgeklappten Rücksitzen gelegen sein, konnten aber nicht verhindern, dass ein Großteil der Waffen aus dem Wagen fiel. „Wir haben etwa 80 Stück eingesammelt, der Rest ist später im Fluchtfahrzeug gefunden worden.“

In den Waffenstore in Freistadt brachen am Montag gegen 4.45 Uhr früh vier maskierte Männer ein.
In den Waffenstore in Freistadt brachen am Montag gegen 4.45 Uhr früh vier maskierte Männer ein.(Bild: FOTOKERSCHI.AT/Kerschbaummayr Werner, Krone KREATIV)

Der motorisch überlegene Porsche brauste der Polizeistreife zunächst davon. Doch im 20 Kilometer entfernten Bad Leonfelden dürften die Täter damit volley über einen Kreisverkehr gerattert sein. Die Folge: Alle Reifen waren platt, der Porsche musste am örtlichen Kino-Parkplatz zurückgelassen werden. „Die Männer flüchteten dann zu Fuß weiter, dürften sich später in Verstecken abholen lassen haben“, so Schmidseder. Insgesamt 210 Waffen wurden sichergestellt: „Ich denke, dass wir damit fast alle wieder haben.“ 

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