Überirdisch, veraltet
Stromnetz häufig an Bränden in Griechenland schuld
Das teils veraltete Stromnetz ist laut einem Bericht für rund drei Viertel der verbrannten Fläche 2026 in Griechenland verantwortlich. Demnach können Funkenschläge durch Materialschäden oder Verschleiß trockenes Gebüsch entzünden.
Laut der Tageszeitung „Kathimerini“, die sich auf die griechische Feuerwehr bezieht, werden sowohl die großen Waldbrände Ende Juli auf Kreta als auch die Brände westlich von Athen Anfang August mit dem Stromnetz in Verbindung gebracht. „Das Netz braucht Wartung, so wie ein Auto zur Inspektion muss. Wenn das Notwendige nicht gemacht wird, kann es zwar weiterlaufen – aber man weiß nicht, wie lange und wie sicher“, sagte ein Techniker. Der Großteil des rund 250.000 Kilometer langen griechischen Stromnetzes verläuft überirdisch.
Der teilprivatisierte Netzbetreiber Deddie greife bei der Wartung des „in weiten Teilen überalterten“ Netzes auf Privatunternehmen zurück, kritisierten Technikerinnen und Techniker. Das Stromnetz sei zudem über die Jahrzehnte aus unterschiedlichen Materialien, von unterschiedlichen Herstellern und nach verschiedenen technischen Standards entstanden. Das erschwere die Wartung, sagten sie zu der Zeitung. Ein unterirdisches Netz sei aber illusorisch, da die Kosten dafür in manchen Fällen bis zu fünfmal so hoch seien wie bei oberirdischen Stromverbindungen.
Paar auf Salamis gestorben
Am Montag wurden 36 neue Brände in Griechenland gemeldet. Bei einem Waldbrand auf der Insel Salamis nahe Athen ist ein älteres Paar von den Flammen eingeschlossen worden und gestorben. Mindestens drei weitere Menschen wurden verletzt.
Auch in einigen weiteren europäischen Ländern wüten derzeit Waldbrände, darunter in Spanien, Belgien und der Slowakei. So ist etwa im slowakischen Nationalpark Große Fatra ein Brand ausgebrochen. Der Park ist zum Teil bewaldet und unter anderem Heimat von Braunbären, Wölfen, Kreuzottern und Feuersalamandern. Die Nationalparkverwaltung rief Besucherinnen und Besucher dazu auf, den Bereich zwischen den Bergen Skalna Alpa und Smrekovica zu meiden.
Der Brand im belgischen Naturschutzgebiet Hohes Venn breitet sich derzeit nicht mehr aus. Dort wurden seit Freitag rund 3000 Hektar Vegetation vernichtet. Ungefähr 500 Feuerwehrleute und Einsatzkräfte wurden mobilisiert. Ein Mitglied der Feuerwehr aus Monschau kam mit Verdacht auf einen Herzinfarkt in ein Krankenhaus. Es ist der größte Waldbrand in Belgien seit 1911, als es in derselben Region infolge einer Dürreperiode zu massiven Feuern kam.












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