Feuer wütet seit Tagen

Soldat stirbt im Kampf gegen Waldbrand in Spanien

Ausland
17.08.2026 11:01
Porträt von krone.at
Von krone.at

Im Nordosten Spaniens ist ein Soldat bei der Bekämpfung eines Waldbrands ums Leben gekommen. Sein Fahrzeug hatte sich überschlagen. Der Waldbrand in Aragonien wütet bereits seit Tagen. Hunderte Menschen aus umliegenden Orten mussten ihre Häuser verlassen.

Das Feuer bedroht auch ein mittelalterliches Kloster. Von dort wurden am Donnerstag die Gebeine der ersten Könige des mittelalterlichen Königreichs Aragón in Sicherheit gebracht. Auch Kunstwerke und ein Kelch konnten gerettet werden. An den Löscharbeiten in Spanien sind Hunderte Einsatzkräfte beteiligt.

In dem Land haben in diesem Sommer bereits mehrere verheerende Waldbrände gewütet. Tausende Menschen mussten vor den Flammen in Sicherheit gebracht werden, vor allem im Zentrum Spaniens. Im Juli wütete ein riesiges Feuer in der Provinz Ávila nahe der Hauptstadt Madrid. Bei einem weiteren folgenschweren Waldbrand in der andalusischen Provinz Almería kamen mehr als ein Dutzend Menschen ums Leben.

Die umliegenden Hügel des Klosters in Spanien
Die umliegenden Hügel des Klosters in Spanien(Bild: AFP/OSCAR DEL POZO)
Auf Salamis wurden Hunderte Menschen mit Booten in Sicherheit gebracht.
Auf Salamis wurden Hunderte Menschen mit Booten in Sicherheit gebracht.(Bild: AFP/YANNIS PANAGOPOULOS)
Am Montag waren noch mehr als 200 Feuerwehrleute im Einsatz.
Am Montag waren noch mehr als 200 Feuerwehrleute im Einsatz.(Bild: AFP/YANNIS PANAGOPOULOS)
Naturschutzgebiet Hohe Venn in Belgien
Naturschutzgebiet Hohe Venn in Belgien(Bild: AFP/NICOLAS LAMBERT)

Feuer auf Salamis unter Kontrolle
Derzeit toben wieder in mehreren europäischen Ländern Waldbrände, darunter auch in Griechenland und Belgien. Die griechische Feuerwehr hat jetzt das Feuer auf der Insel Salamis nahe Athen unter Kontrolle gebracht. Wie berichtet, waren am Wochenende zwei Menschen ums Leben gekommen. Ein älteres Paar war von den Flammen in der Nähe seines Zuhauses eingeschlossen worden. Drei weitere Personen wurden mit Verletzungen in einem Krankenhaus behandelt.

Am Montag waren noch mehr als 200 Feuerwehrleute und zwei Löschhubschrauber im Einsatz. Hunderte Menschen wurden mit Booten in Sicherheit gebracht. Auf Salamis verbringen viele Athenerinnen und Athener ihre Wochenenden oder Ferien. In den vergangenen 24 Stunden brachen laut der Feuerwehr landesweit 36 neue Brände aus.

30 Menschen in Belgien evakuiert
Im belgischen Naturschutzgebiet Hohe Venn an der Grenze zu Deutschland ist das Feuer in der Nacht auf Montag nicht weiter vorgerückt. Etwa 30 Bewohnerinnen und Bewohner von Monschau-Kalterherberg waren am Sonntagabend wegen einer möglichen starken Rauchbelastung evakuiert worden. Die Betroffenen seien in persönlichen Gesprächen informiert worden und hätten verständnisvoll reagiert, sagte Franz-Karl Boden, Stellvertreter der Bürgermeisterin der deutschen Grenzstadt Monschau.

„Wir stehen hier vor einem Problem. Der Boden besteht aus Torf, an der Oberfläche ist Gras. Dadurch kann sich das Feuer schnell ausbreiten“, sagte Feuerwehrkommandant Luc Burette. Die Staatsanwaltschaft ermittelt, wie der Brand entstanden ist.

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