Mit Bolzenschneider

Igel steckte im Zaun: Feuerwehr konnte Tier retten

Kärnten
17.08.2026 18:00

Beim Spazieren mit dem Hund entdeckte eine Villacherin einen Igel, der sich in einer unangenehmen und für das Tier gefährlichen Situation befand: Er steckte in einem Gartenzaun. 

Die Frau, die den Igel Montagvormittag im Zaungeflecht entdeckt hatte, versuchte, ihn zu befreien, was jedoch nicht möglich war. Also alarmierte sie die Feuerwehr. Die Hauptfeuerwache Villach (Kärnten) konnte den Igel mit einem Bolzenschneider befreien. „Im angrenzenden Garten des Wohnhauses konnten wir den stacheligen Gesellen unverletzt wieder in die Freiheit entlassen“, erzählt Harald Geissler, Kommandant der Hauptfeuerwache Villach.

„Nach einigen Minuten der Ruhe genoss das nützliche Tier die neugewonnene Freiheit, trank aus einem bereitgestellten Wassernapf und erholte sich danach unter einen kleinen Asthaufen im Garten“, so die drei Feuerwehrkräfte.

Dieses Zaungeflecht gibt dem Druck des Igels nicht nach. Und es ist ziemlich eng.
Dieses Zaungeflecht gibt dem Druck des Igels nicht nach. Und es ist ziemlich eng.(Bild: Hauptfeuerwache Villach)
Retten und unverletzt in die Freiheit entlassen konnten die Feuerwehrleute den Igel.
Retten und unverletzt in die Freiheit entlassen konnten die Feuerwehrleute den Igel.(Bild: Hauptfeuerwache Villach)

Im Einsatz stand die Hauptfeuerwache Villach mit einem Tanklöschfahrzeug und drei Feuerwehrmitgliedern.

Nachtaktive Einzelgänger 
Die nachtaktiven Igel schlafen tagsüber für gewöhnlich – am liebsten an einem schattigen, versteckten Plätzchen. Naturnahe Gartengestaltung, ein Steinhaufen oder ein Holzstoß sowie liegengelassene Äste sind somit ein Paradies für Igel. Weil Igel zur Nahrungssuche größere Gebiete durchstreifen, sind durchlässige Gartenzäune für sie hilfreich: mit zehn bis zwölf Zentimeter Abstand zum Boden oder mit einem Loch. 

Igel gibt es bereits seit etwa 20 Millionen Jahren. Ein ausgewachsenes Tier hat bis zu 8000 Stacheln. Die Feinde des Igels sind Eulen, Marder, Füchse und Wildschweine – und der Mensch, der das Tier mit Autos überfährt, durch Pestizide die Nahrung des Igels, die Insekten, tötet.

Ist es heiß und trocken, helfen dem Igel kleine Wasserstellen von uns Menschen. Ansonsten will er lieber in Ruhe gelassen werden.

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