Herzliche Igelrettung

Glückliches Ende für stacheligen Patienten in Not

Kärnten
13.08.2026 07:00

Ein von Maden befallener Igel bekam dank einer aufmerksamen Familie, einer hilfsbereiten Nachbarin und einer engagierten Tierärztin eine zweite Chance.

Wenn Tierrettung, Nachbarschaftshilfe und tierärztliches Engagement zusammentreffen, entsteht daraus eine beherzte Geschichte, die zeigt, wie aus kleinen Gesten ein verletztes Tier gerettet werden kann. Die gebürtige Kärntnerin Eva Koschutnig lebt mit ihrer Familie in den Niederlanden und verbringt derzeit ihren Urlaub bei ihrem Vater in Glanegg.

Nachbarschaftshilfe rettete Tierleben 
„Als ich gerade beim Wäscheaufhängen im Garten war, entdeckte ich gemeinsam mit meinen zwei Kindern einen Igel in einem erbärmlichen Zustand. Er lag in der Sonne, zuckte und war stark von Maden und Fliegeneiern befallen“, erzählt die besorgte Tierschützerin, die in ihrer neuen Heimat verschiedene Tierschutzorganisationen unterstützt.

Die Familie brachte das verletzte Stacheltier zunächst in einer Schuhschachtel in den Schatten und versuchte herauszufinden, an welche Stelle sie sich in Kärnten wenden könnte. „Auf der Suche nach einer offiziellen Wildtierauffangstation mussten wir feststellen, dass es eine solche zentrale Anlaufstelle in Kärnten scheinbar gar nicht gibt“, so Koschutnig.

Tierärztin Miki Zichy versorgte den Igel und kümmert sich nun um ihn.
Tierärztin Miki Zichy versorgte den Igel und kümmert sich nun um ihn.(Bild: Eva Koschutnig- van Stelten)
Eva Koschutnig (Mitte), Sohn Fabian und Tochter Oliva entdeckten den verletzten Igel in der ...
Eva Koschutnig (Mitte), Sohn Fabian und Tochter Oliva entdeckten den verletzten Igel in der Wiese.(Bild: Eva Koschutnig)

Nach kurzer Recherche stieß die Familie auf die Telefonnummer der Tierärztin Miki Zichy. Da die Familie vor Ort kein Auto hatte, half die Nachbarin von Koschutnigs Vater sofort aus und fuhr die Familie samt Schuhschachtel zur Tierärztin. „Normalerweise rollen sich die Tiere ein, wenn sie verletzt sind. Dieser Igel hat sich jedoch leicht untersuchen lassen – er war ganz schlapp und schwach“, erklärt Zichy.

Tierärztin kümmert sich nun privat um den Igel 
Mühsam entfernte die Tierärztin die Maden durch Absaugen und Auskämmen, kontrollierte den Igel auf Zecken und verabreichte spezielle Anti-Maden-Medikamente. Seitdem kümmert sie sich privat um den stacheligen Patienten.

„Meine Tochter durfte bei der Rettung dabei sein. Dieses positive Beispiel von Hilfsbereitschaft hat sie so tief beeindruckt, dass sie zu Hause jetzt selbst begeistert Tierärztin spielt“, freut sich Koschutnig. 

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