Der Wörthersee ist in der Badesaison ein beliebtes Ziel für Radfahrer. Heuer gab es an den Strandbädern in Klagenfurt jedoch ein Chaos. Die Rad-Parkplätze sind überfüllt, die Radständer veraltet und für E-Bikes großteils ungeeignet. Die Stadtwerke versprechen Besserung im nächsten Jahr.
Viele Gäste kommen mit dem Fahrrad zu den Klagenfurter Strandbädern.
Doch gerade dort fehlt es häufig an geeigneten Abstellplätzen. Bei Maria Loretto, im Strandbad Klagenfurt und in Maiernigg sind die Radständer schnell voll. Viele der vorhandenen Anlagen sind außerdem veraltet. Für moderne E-Bikes sind sie oft zu schmal. Auch Fahrräder mit breiten Reifen passen häufig nicht hinein.
Radständer zu veraltet für Ex-Bikes
Besonders Besitzer hochwertiger E-Bikes stehen dadurch vor einem Problem.
Sind die offiziellen Stellplätze voll, werden Fahrräder bei Bäumen abgestellt.
Teilweise stehen die Räder auch dicht nebeneinander auf freien Flächen. Das sorgt für wenig Ordnung rund um die Strandbäder. Gleichzeitig steigt das Risiko, dass die Fahrräder beschädigt werden. Lenker, Pedale und Rahmen können beim Abstellen leicht aneinanderstoßen.
Bei den Badegästen sorgt die Situation deshalb für Unmut. Viele Radfahrer wünschen sich eine moderne Lösung. Gefordert werden ausreichend große und zeitgemäße Radständer. Diese sollten auch für E-Bikes mit breiteren Reifen geeignet sein. Auch Fahrräder mit Scheibenbremsen sollten problemlos abgestellt werden können.
Kein Cent für Radfahrer ist da
Farblich gekennzeichnete Bereiche könnten zusätzlich für mehr Ordnung sorgen. Überdachte Stellplätze wären ebenfalls eine sinnvolle Ergänzung.
Sie würden die Fahrräder vor Sonne und Regen schützen. Für teure Fahrräder wären abschließbare Abstellplätze besonders attraktiv. Andere Städte setzen bereits auf moderne Fahrradparksysteme. Nun wird auch in Klagenfurt eine Verbesserung der Situation erwartet.
Kritik gibt es vor allem an der bisherigen Finanzierung. „Von jedem Autofahrer nimmt die Stadt seit dem Vorjahr vier Euro pro Tag für das Parken in der Ostbucht. Dabei kam allein im ersten Jahr eine Million Euro raus. Für neue Radständer ist jedoch kein Cent da“, ärgern sich Besucher der Strandbäder.
Stadtwerke versprechen nächstes Jahr Besserung
Dabei würden viele Badegäste gerne mit dem Fahrrad anreisen. Die Klagenfurter Stadtwerke kennen das Problem bereits. Sie kündigen für die kommende Saison ein angepasstes Abstellkonzept an. Geplant sind moderne Radständer für breitere E-Bike-Reifen und Scheibenbremsen. Im Strandbad Loretto sollen zusätzlich Stangen-Ständer montiert werden. Dort können Fahrräder am Sattel eingehängt und versperrt werden. Allerdings sind die Flächen in den Bädern begrenzt. Vor allem im Bad Loretto ist der verfügbare Platz knapp. Die Radständer vor dem Strandbad Klagenfurt liegen nicht im Verfügungsbereich der Stadtwerke Klagenfurt, sondern gehören der Stadt.
Für die Radfahrer bleibt daher die Frage, wie schnell sich die Situation verbessert. Klar ist: Immer mehr Gäste kommen mit dem Fahrrad oder öffentlichen Verkehrsmitteln. Eine passende Infrastruktur wird deshalb zunehmend wichtiger. Moderne Radständer könnten für mehr Ordnung, Sicherheit und zufriedene Badegäste sorgen.
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