24 Monate Haft

57-Jährige zwang mehrere Frauen zur Prostitution

Oberösterreich
18.08.2026 12:00

Die Vorwürfe, mit denen sich eine 57-jährige Chinesin beim Prozess am Landesgericht Linz konfrontiert sah, wogen schwer. Zumindest drei Landsfrauen sollen in von ihr angemieteten Wohnungen in Linz zur Prostitution gezwungen worden sein, mussten trotz Schmerzen bis zu zehn Freier pro Tag bedienen.

Die Masche, mit der die hoch verschuldeten Frauen von China nach Österreich gelockt wurden, war immer die Gleiche. Ihnen wurde weisgemacht, dass sie hierzulande als Masseurin, Küchenhilfe oder Altenbetreuerin arbeiten und gutes Geld verdienen könnten. In Wirklichkeit wurden ihnen die Pässe abgenommen und man zwang sie zur Prostitution.

Zuhälterei und Menschenhandel
In Linz hat eine 57-jährige Chinesin für die kriminelle Organisation agiert. Sie musste sich am Dienstag am Landesgericht Linz unter anderem wegen Menschenhandel, Zuhälterei und Geldwäsche verantworten. Zumindest vier Unterkünfte in Linz und Steyregg soll die Angeklagte für die illegale Prostitution angemietet und die Frauen an Freier vermittelt haben.

Opfer mussten Pässe abgeben
„Die Opfer haben aus Verzweiflung mitgemacht, musste zum Teil bis zu zehn Freier pro Tag bedienen und auch weiterarbeiten, wenn sie Schmerzen hatten. Das Geld wurde ihnen abgenommen, es blieb nur wenig, was sie den Familien nach China schicken konnten“, schilderte die Staatsanwältin.

Angeklagte schwieg zu Vorwürfen
Die Angeklagte selbst machte beim Prozess von ihrem Recht Gebrauch, die Aussage zu verweigern. Laut ihrem Anwalt war sie in den „mafiosen Strukturen mehr Opfer als Täter“. „Würde sie die Namen der Verantwortlichen nennen, würde sie zwar rauskommen, aber nicht weit.“

„Nur kleines Rädchen“
Nach kurzer Beratungszeit kam der Schöffensenat zu folgendem Urteil: Die 57-Jährige wurde im Sinne der Anklage rechtskräftig zu 24 Monaten Haft, davon acht unbedingt verurteilt. „Die Masterminds sitzen in China, die Angeklagte ist nur ein kleines Rädchen“, so der Richter in der Urteilsbegründung. Da sie bereits seit Februar in Untersuchungshaft saß und dem Antrag des Verteidigers auf vorzeitige Entlassung stattgegeben wurde, konnte sie das Gefängnis noch am Donnerstag verlassen.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung