Sie waren de facto blind, als sich die Nacht über den Traunstein legte. Und schon zu erschöpft, um den Abstieg zu schaffen. Die Bergrettung Gmunden musste in der Nacht zum Montag ausrücken, um drei junge Alpinisten in Sicherheit zu bringen – und benötigten dafrür auch den Hubschrauber.
Die drei Bergsteiger – ein junger Mann, zwei Frauen, im Alter von 28 bis 31 Jahren – hatten offenbar die Routenplanung falsch angegangen, die Zeit und Anstrengung unterschätzt. Dabei war das Trio aus Weißrussland, Russland und Polen extra aus Wien angereist, um den Traunstein zu bezwingen.
Erst ein Drittel geschafft
Doch das Trio, nach außen hin sportlich, hatte die Anstrengung, die der Berg abverlangt, unterschätzt. Um 17.30 Uhr hatten die Freunde den Abstieg begonnen, aber drei Stunden später erst ein Drittel geschafft und waren auf 1200 Meter Seehöhe gestrandet.
Zu erschöpft für Abstieg
„Eine der jungen Frauen konnte auch nicht mehr weiter, die Füße ließen aus“, sagt Ortsstellenleiter Stefan Oberkalmsteiner von der Bergrettung Gmunden. Daher entschieden sich die Bergretter, den nachtflugtauglichen Rettungshelikopter C14 anzufordern, da es unklar war, ob man die drei erschöpften Alpinisten über den Naturfreundesteig sicher ins Tal begleiten konnte.
Rettung per Tau
Die Bergung des Trios erfolgte mittels Tau, während der Heli über der Wand schwebte. Während die Wanderer ins Tal geflogen wurden, mussten die Helfer zu Fuß absteigen.
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