Landsleute suchen im Gebirge nach Abkühlung und bescheren den Helfern damit viel Arbeit. Nur im Juli mussten die ehrenamtlichen Bergretter in Oberösterreich zu 75 Einsätzen ausrücken – Rekord! Fehleinschätzung bei der Tourenplanung, Online-Apps und die Hitze sind die größten Probleme.
Der August beginnt für die Bergretter genauso, wie der heurige Juli geendet hatte – mit zahlreichen Einsätzen. In der Nacht auf Freitag etwa wurden zwei Wiener (19 und 20 Jahre alt) am Großen Priel von einem Gewitter überrascht.
Beim Abstieg kamen sie gegen Mitternacht vom markierten Weg ab und gerieten in steiles Gelände. Der 19-Jährige rutschte auf dem nassen Untergrund aus und stürzte rund 50 Meter über eine Felsstufe. Aufgrund des Wetters konnte der Rettungsheli nicht sofort starten und so konnte der Schwerverletzte erst gegen 4 Uhr gerettet werden.
An einem Tag sechs Einsätze
Für die heimischen Bergretter reiht sich der Einsatz in eine lange Liste von Alarmierungen ein. Seit dem 22. Juli gab es überhaupt keinen einzigen Tag mehr ohne Notruf. Alleine am 29. Juli (Mittwoch) mussten die ehrenamtlichen Helfer gleich sechs Einsätze abarbeiten. Im gesamten Rekordjuli waren es 75 Alarmierungen. Der Großteil war auf Fehleinschätzungen bei der Tourenplanung, oft in Kombination mit der Verwendung von Online-Apps, oder auf die höhere Belastung durch die Hitze zurückzuführen.
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