Vorwurf Gefangennahme

Iran und Katar streiten wegen vermisster Piloten

Außenpolitik
16.08.2026 19:48
Porträt von krone.at
Von krone.at

Der iranische Generalstab hat Katar vorgeworfen, drei Piloten gefangenzuhalten. Laut einem Schreiben wurden die Männer gefangen genommen, nachdem ihre Flugzeuge bei einem Einsatz im März getroffen worden waren. Damals sollte eine Militärbasis in Katar getroffen werden. Das Land weist die Vorwürfe zurück.

In dem Schreiben aus dem Iran heißt es, die Piloten dürften weder ihre Familien noch iranische Vertreter kontaktieren oder treffen. Man habe daher das Internationale Komitee vom Roten Kreuz um Hilfe gebeten, um die drei iranischen Männer wieder freizubekommen. Bereits im Juni hatte die iranische Führung davon gesprochen, keine Informationen über den Verbleib der Piloten zu haben. Damals hieß es, die iranischen SU-24 Kampfjets seien bei einem Angriff auf den US-Militärstützpunkt al-Udeid von katarischen Jets abgefangen worden.

Der Sprecher des katarischen Außenministeriums, Majed al-Ansari, zeigte sich auf der Plattform X verwundert über die „irreführenden Aussagen“. Damals hätten Streitkräfte Luftverteidigungsmaßnahmen gegen die Kampfflugzeuge ergriffen, diese möglicherweise abgeschossen, nachdem sie in den Luftraum Katars eingedrungen waren. Such- und Rettungsteams hätten anschließend die sterblichen Überreste eines Piloten gefunden, schrieb al-Ansari weiter.

Man habe nun Kontakt mit dem Iran aufgenommen, um die Übergabe zu koordinieren. Zudem sei ein iranisches Team eingeladen worden, um sich über die Einzelheiten der Such- und Rettungsmaßnahmen zu informieren. Die Einladung sei aber unbeantwortet geblieben, hieß es aus Katar.

Die iranischen Streitkräfte warfen den Behörden in Katar vor, die Untersuchung zu verzögern und die Rückkehr der Piloten in den Iran zu verhindern. In Kuwait würden zudem vier Männer der Revolutionsgarde festgehalten werden. Sie seien auf einer Seepatrouille gewesen, bevor sie wegen einer Navigationsstörung in die kuwaitischen Hoheitsgewässer gelangten. Das bestritt Kuwait nicht. Die vier Iraner würden verdächtigt, feindselige Aktionen gegen das Land geplant zu haben, hieß es.

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