Zwei Sachverhaltsdarstellungen liegen schon bei der Innsbrucker Staatsanwaltschaft und bei der Aufsichtsbehörde betreffend das Zirler Trinkwasser. Angeblich seien Probleme mit maroden Leitungszuständen bereits seit 2016 bekannt.
Bereits nach dem letzten Vorfall im Juli hat die ehemalige Vizebürgermeisterin von Zirl eine Sachverhaltsdarstellung an die Gemeindeaufsicht und an die Staatsanwaltschaft geschickt. Demnach seien die maroden Leitungszustände in Zirl bereits seit 2016 (!) bekannt, es sei aber nichts dagegen unternommen worden.
Ich werde ständig mit Anfragen konfrontiert. Es finden laufend Besprechungen zu dieser Thematik statt.
Bürgermeister Thomas Öfner (SPÖ)
Wasserbefunde unter Verschluss
Ein weiterer Bürger wandte sich direkt an die Marktgemeinde und ersuchte um Auskunft, um welche Art der Verunreinigung es sich handle, welche Keime wann in welcher Konzentration festgestellt wurden. Es sei ihm zwar Auskunft erteilt worden, aber nur mündlich: „Kopien der Befunde wurden mir nach Rücksprache mit der Amtsleitung nicht ausgehändigt.“ Daraufhin forderte er schriftlich die Herausgabe der Laborbefunde. Damit ist er nicht alleine. „Wir haben bereits mehrere solcher Anfragen. Wir prüfen gerade die Vorgangsweise“, sagt BM Thomas Öfner.
Sondergemeinderat in den Startlöchern
Die Bürger interessieren aber nicht nur die vollständigen Laborwerte, sondern auch, welche Kontrolluntersuchungen nach dem ersten Vorfall Ende Juni stattfanden – „und falls tatsächlich keine stattfanden, warum nicht?“ Die Zirler Vize-BM Iris Zangerl bereitet ebenfalls einen Fragenkatalog vor. Möglicherweise gibt es einen Sondergemeinderat zum Thema Wasser im September. Im Vordergrund stehe aber die schnellstmögliche Wiederherstellung der Versorgung.
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