Während manche Kinder und Jugendliche noch vollends die Ferien genießen, heißt es für viele andere schon: Bücher aufschlagen und Lernstoff wiederholen. Der Bedarf an Nachhilfe wird immer größer.
Drei Wochen noch, dann beginnt im Burgenland für rund 35.000 Schüler ein neues Schuljahr. Jene, die für Nach- oder Aufnahmeprüfungen lernen müssen, nutzen gerade die restlichen Ferien, um den Stoff des vergangenen Jahres aufzuarbeiten. Aber auch Kinder, die nur punktuelle Wissenslücken aufweisen oder ohne Leistungsdruck ins Herbstsemester starten wollen, pauken schon eifrig mit ihren Eltern, besuchen Nachhilfekurse oder nehmen privaten Förderunterricht.
Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren
Die „Schülerhilfe“, seit 50 Jahren eine Institution, gilt österreichweit als eine der Top-Einrichtungen in Sachen Profi-Nachhilfe. Von 93 Standorten befinden sich allein vier im Burgenland – nämlich in Eisenstadt, Mattersburg, Oberwart und Neusiedl am See. Angeboten wird hier fachliche Unterstützung für alle Klassen und Schulformen – egal ob in Mathematik, Deutsch oder Fremdsprachen. „Die Nachfrage steigt von Jahr zu Jahr! Doch der heurige Sommer ist besonders. Trotz Hitze-Rekorden sind unsere Nachhilfekurse bestens besucht, obwohl unsere Räumlichkeiten nicht einmal klimatisiert sind. Das spricht für unsere gute Betreuung“, sagt Estelle Wechsler, die Büroleiterin der „Schülerhilfe“ in Eisenstadt.
Um ihre Noten zu verbessern, nehmen Mädchen und Burschen von der Volksschule bis zur Matura die Lernangebote in Anspruch: „Mit Erfolg! Unsere Statistiken zeigen, dass sich die Noten der Schüler in 92 Prozent der Fälle deutlich verbessern.“ Ausgeglichen werden nicht nur Bildungsdefizite, auch das Lern- und Arbeitsverhalten wird verbessert: „Ziel ist, dass die Schüler wieder selbstständig und vor allem mit Freude Wissen festigen können.“ Und was kostet der Spaß? „Normalerweise bezahlt man für einen Intensivkurs mit fünf Unterrichtseinheiten zu je 90 Minuten in der Kleingruppe 199 Euro. Bei gleichzeitigem Abschluss eines Laufzeitvertrages von zwölf Monaten bekommt man 100 Euro geschenkt.“
Auch im „LernQuadrat“ in Neusiedl am See herrscht zurzeit Hochbetrieb. Neben Gruppenunterricht, Einzeltraining sowie Online- und Hybrid-Nachhilfe, die man u.a. in Latein, Französisch und Rechnungswesen nutzen kann, laufen auch hier bis 11. September Intensivkurse. Diese umfassen fünf Tage mit je drei Unterrichtseinheiten. 320 Euro kostet eine Woche. Bucht man mindestens zwei, gibt es zehn Prozent Rabatt.
Demnächst starten Camps des Landes und Sommerschule
Laut Nachhilfebarometer der Arbeiterkammer greifen 49 Prozent der österreichischen Schüler auf externe Lernunterstützungsangebote zurück – gratis oder bezahlt. Im Schnitt berappen Eltern dafür 750 Euro pro Kind und Schuljahr. Um die Familien finanziell zu entlasten, investiert das Land Burgenland jährlich 1,95 Millionen Euro in kostenlose Lernförderung für Kinder in Volks- und Mittelschulen, in Polytechnischen Schulen und in Allgemeinen Sonderschulen. Zuletzt nutzten mehr als 4.200 Schüler dieses Angebot. Dabei wurden 20.000 Gratis-Nachhilfestunden abgehalten.
Neben dieser regulären Förderung finden auf Initiative von Bildungslandesrätin Daniela Winkler von 17. bis 21. August an zwölf Standorten auch „Feriencamps“ statt, bei denen die persönliche Entwicklung der Kids im Vordergrund steht. Zusätzlich wird vom 24. August bis 4. September über die Bildungsdirektion die „Sommerschule“ des Bundes angeboten.
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