„Viel Selbstvertrauen“

EM-Held arbeitet sich in Weltrangliste nach oben

Sport-Mix
14.08.2026 07:30
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Der EM-Dritte Luka Mladenovic hat sich in Paris über 200 m Brust auf Rang 13 der Saisonweltrangliste geschwommen. Sein OSV-Rekord von 2:08,85 Min. im Langbahn-EM-Semifinale war ein echtes Statement gewesen, die Bestätigung dieser Leistung folgte am Donnerstag im Endlauf mit 2:08,91. Drei Europäer waren in der am Sonntag zu Ende gehenden Saison schneller – mit ihren Finalzeiten Europameister Filip Nowacki (GBR/2:08,70), „Vize“ Caspar Corbeau (NED/2:08,78) – und Kirill Prigoda.

Der 30-jährige, erfahrene Russe war bei den nationalen Meisterschaften vor gut zwei Monaten in Kasan 2:08,30 geschwommen, musste sich im EM-Finale als neutraler Athlet Mladenovic aber um 23 Hundertstel geschlagen geben. „Bei so einem Rennen Dritter zu werden und Prigoda hinter sich zu lassen, der schon unzählige Medaillen und sehr viel Erfahrung hat, spricht für sich“, sagte Mladenovic nach dem Gewinn seiner ersten Medaille auf der olympischen 50-m-Bahn stolz. „Dafür trainiere ich so viel und opfere so viel Freizeit auf, damit sich das am Ende bezahlt macht.“

Durchschnaufen und richtig auskosten kann Mladenovic den Erfolg allerdings nicht. Für (den heutigen) Freitag war er für den Brustsprint genannt, für Sonntag ist er in der Lagen-Staffel gesetzt und schon am Dienstag geht es wieder zurück nach Austin, wo er sich vor dem Paris-Trip sieben Wochen lang an der University of Texas auf den Saisonhöhepunkt vorbereitet hatte. „Die Uni fängt schon am 24. August wieder an“, erklärte der 22-Jährige. Die US-Unis nehmen eben keine Rücksicht darauf, dass die europäische Langbahn-Saison diesmal besonders lange dauert.

Laufend Kontakt zu Coach Bowman: „Wir updaten uns immer“
Mladenovic wird Bob Bowman, seinem Coach bei den Texas Longhorns, aber nicht sehr viel Neues aus der französischen Hauptstadt erzählen können. Denn der Star-Coach ist dieser Tage stets gut informiert. „Wir updaten uns immer“, verdeutlichte der U23-Triple-Europameister. „Ich sage ihm, wie ich mich im Wasser fühle. Er gibt mir Feedback. Er ist auch in Kontakt mit Plamen (Ryskov, Salzburg-Coach von Mladenovic, Anm.) – da ist viel Kommunikation miteinander.“ Mladenovic gefällt das Engagement des 61-jährigen Bowman: „Ich glaube, da ist noch einiges drinnen.“

Luka Mladenovic (rechts) musste sich nur dem Briten Filip Nowacki und Caspar Corbeau aus den ...
Luka Mladenovic (rechts) musste sich nur dem Briten Filip Nowacki und Caspar Corbeau aus den Niederlanden (links) geschlagen geben.(Bild: EPA/FRANCO ARLAND)

Viel gibt ihm auch seine erste Langbahn-Medaille in der allgemeinen Klasse – nach dem Vorlauf-Out am Montag über 100 m Brust. „Sie bedeutet mir sehr viel. Es gibt mir auch sehr viel Selbstvertrauen für die nächsten Großereignisse – WM nächstes Jahr und dann geht es ins Olympiajahr“, betonte der im sechsten Lebensjahr in Salzburg ins Wettkampfgeschehen eingestiegene Athlet. Und, im OSV-Team habe man den Medaillendruck schon gespürt. „Ich habe versucht, mich nicht beeinflussen zu lassen und nur an die Zeit gedacht und, ein gutes Rennen zu absolvieren.“

Vergessen sind noch nicht so lange vergangene Zeiten, vor exakt zwei Jahren stieg Mladenovic nach einem Ausfall wegen der Erkrankung an Pfeiffer‘schem Drüsenfieber erst wieder in das Wettkampfgeschehen ein. Verlorene Zeit sieht er darin aber nicht. „Ich denke, es passiert alles aus einem Grund. Die Pause von drei Monaten hat mir auch gut getan, noch einmal zu resetten. Es war auch das Maturajahr.“ Noch einmal brauche er es aber nicht. „Ich hoffe, ich bleibe jetzt gesund und verletzungsfrei. Weil im Moment schaut es echt gut aus mit dem Fortschritt im Training.“

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