Der Dornbirner Immobilienunternehmer Christoph Breuß hat beim Bezirksgericht Dornbirn die Eröffnung eines Privatkonkursverfahrens eingereicht. Nach seinen Angaben betragen die Verbindlichkeiten insgesamt rund 11,3 Millionen Euro. Die Quote, die an die Gläubiger ausgeschüttet werden soll, liegt laut WPA bei 0,127 Prozent. Als Masseverwalter wurde der Feldkircher Rechtsanwalt Martin Brunner von der Kanzlei Blum, Hagen & Partner bestellt – eine in Privatkonkursverfahren ungewöhnliche Maßnahme, die auf die erhebliche Größenordnung des Falls hindeutet.
Banken als Hauptgläubiger
Laut Nathaniel Heinritz, Leiter des KSV1870 Vorarlberg, handelt es sich bei den maßgeblichen Gläubigern um mehrere Banken, die umfangreiche grundbücherliche Sicherheiten im Grundbuch eintragen ließen. Ob das Insolvenzgericht dem vorgeschlagenen Zahlungsplan zustimmt, bleibt laut WPA offen. Zunächst müsse die tatsächliche Vermögenssituation des Schuldners geklärt werden.
Geschäftsführung vor einem Monat beendet
Breuß war mehrere Jahre lang Geschäftsführer des Immobilienunternehmens Breuss & Partner in Dornbirn. Am 14. Juli 2026 wurde er aus dieser Position gelöscht – etwa einen Monat vor der Konkursanmeldung. Das 2019 gegründete Familienunternehmen wird seither von Johannes Breuß geleitet, der zugleich Minderheitsgesellschafter ist. Die Mehrheitsbeteiligung hält die Breuss Holding GmbH, die Christoph Breuß als Geschäftsführer leitet und die vollständig Silvana Breuß gehört.
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