Didi Constantini Camp

Das Leder rollt: Über 600 Kinder im Fußballfieber

Tirol
13.08.2026 12:00

Zuerst wurde bei der Fußball-WM mitgefiebert und jetzt stehen die Nachwuchskicker selbst auf dem Rasen. Dieser Sommer könnte kaum mehr Fußball bieten. Und wer weiß, vielleicht ist schon der nächste große Star dabei.

Nach dem Mitfiebern bei den großen Stars heißt es nun für die jungen Fußballbegeisterten in Kematen: Trikot an, Fußballschuhe schnüren und rauf auf den Rasen. Beim Didi Constantini Camp unter der Leitung von Ex-Profi Andreas Schiener dreht sich von Mitte Juli bis Ende August alles um den Ball. Heuer sind es mehr als 600 Mädchen und Burschen im Alter von sechs bis 14 Jahren, die diese Begeisterung fürs runde Leder teilen.

Ob Anfänger oder Vereinsspieler, das Camp ist für alle da.
Ob Anfänger oder Vereinsspieler, das Camp ist für alle da.(Bild: Christian Forcher/Fotoworxx)

Nach der WM ist vor dem Fußballcamp
Motiviert und mit viel Einsatz wird trotz der sommerlichen Hitze gerannt und gekickt. Zwar bauen die Trainer aufgrund der aktuellen Wetterlage mehrere zusätzliche Pausen ein, doch die Energie der jungen Fußballerinnen und Fußballer ist ungebremst. „An und für sich haben die Kinder sehr viel Energie und können durchspielen. Das wundert uns immer wieder“, berichtet der Ex-Profi. Und nach der Begrüßungsrunde um halb 10 Uhr geht es auch schon los: Die Kinder laufen los, trippeln und arbeiten an ihrer Technik.

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Mir gefällt am meisten, dass wir hier so viel ausprobieren können und wir sehr viele Matches spielen.

Kilian Eberhart

Genau das macht Ben Riedl besonders viel Spaß. Kilian Eberhart gefällt hingegen am meisten, „dass man so viel ausprobieren kann und wir sehr viele Matches spielen“. Damit die jungen Spieler ihren Idolen nacheifern und selbst zeigen können, was in ihnen steckt, werden am Nachmittag die großen Fußballmomente nachgespielt. Ob WM, EM oder Premier League – die Kinder schlüpfen selbst in die Rolle ihrer Vorbilder und kämpfen auf dem Rasen um den nächsten Sieg.

Täglich wird im Camp auf eine gesunde Ernährung geachtet.
Täglich wird im Camp auf eine gesunde Ernährung geachtet.(Bild: Christian Forcher/Fotoworxx)

Vom Nachwuchskicker zum Trainer oder Profi
Mittlerweile lassen sich auch altbekannte Gesichter im Trainerteam finden. Zwei davon sind die Schwestern Emma und Hannah Nagl aus Axams. Sie trainierten 2023 und 2024 selbst im Fußballcamp mit. Heute sind sie bereits Trainerinnen der U7-Fußballmannschaft in Kematen und arbeiten im Camp als Trainerassistentinnen. Auf die Zeit im Camp blicken sie bis heute noch gern zurück und wollen, dass die Kinder die gleichen Erfahrungen machen wie sie damals. „Am wichtigsten ist der Spaß, dass sie das, was wir ihnen beibringen, mitnehmen können und dass sie viele neue Kinder kennenlernen und Freunde finden“, erklärt Emma.

Emma Nagl war selbst als Kind im Camp, heute ist sie Trainerassistentin.
Emma Nagl war selbst als Kind im Camp, heute ist sie Trainerassistentin.(Bild: Christian Forcher/Fotoworxx)

Constantinis Enkelin kickt erstmals mit
Über 28 Jahre lang leitete und veranstaltete Dietmar Constantini Fußballcamps für Kinder in Österreich. Im Dezember 2024 verstarb Constantini im Alter von 69 Jahren.

Dieses Jahr nimmt auch die dritte Generation der Familie Constantini beim Camp teil: Die sechsjährige Enkelin von Didi Constantini . „Didi war es immer wichtig, dass jedes Kind die Chance hat, beim Camp teilzunehmen. Und jetzt ist seine Enkeltochter das erste Mal dabei und das freut uns ganz besonders“, erzählt Andreas Schiener. Und damit lebt die Tradition weiter.

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