Trat in Hungerstreik
Weltreise endete für Paar in iranischem Gefängnis
Seine Traumreise wurde für ein britisches Paar zu einem wahren Albtraum: Craig und Lindsay Foreman wollten auf dem Motorrad eigentlich die Welt erkunden, doch die Tour fand im Iran ein abruptes Ende: Sie befinden sich seit vergangenem Jahr in einem berüchtigten Gefängnis. Der Sohn der Abenteuerin macht sich nach einem Hungerstreik der beiden große Sorgen ...
Die beiden 53-Jährigen wurden auf ihrer Weltreise wegen Spionageverdachts festgenommen und müssen im Evin-Gefängnis im Norden Teherans eine zehnjährige Haftstrafe absitzen. Die Einrichtung ist bekannt für systematische Menschenrechtsverletzungen, Folter, unmenschliche Haftbedingungen und Scheinprozesse.
Briten hatten monatelang keinen Kontakt zu Angehörigen
Zuletzt war das Paar wegen der schlechten Behandlung in dem Gefängnis gemeinsam mit anderen Insassen in einen dreimonatigen Hungerstreik getreten. Damit wollten sie dagegen protestieren, dass sie nicht mit ihren Angehörigen kommunizieren durften. „Ich habe seit fast drei Monaten nicht mehr mit meiner Mutter gesprochen“, so Lindsays Sohn Joe Bennett.
„Am schwierigsten ist der Informationsmangel. Wir hatten keinerlei Kontakt zu ihnen, man kann sich also weder täglich noch wöchentlich nach ihrem Befinden erkundigen“, erklärte ein Sprecher der Familie. Der Hungerstreik sei ihr „einziges Mittel zum Widerstand“ gewesen, erklärte Lindsays Sohn gegenüber Sky News. Dennoch habe die Familie während des Protests die beiden angefleht, den Streik zu beenden – aus Angst um ihre Gesundheit.
Mutter musste nach Hungerstreik ins Krankenhaus
Denn besonders Joes Mutter Lindsay hatte sehr gelitten: „Das fünftägige Wasserfasten am Ende der 90 Tage war eine echte Belastung für ihren Körper. Ich weiß, dass meine Mutter einen sehr, sehr niedrigen Blutzuckerspiegel hatte. Sie war im Krankenhaus.“
Der Sprecher der Familie erklärte, das Paar habe nach Verhandlungen mit den Gefängniswärtern schließlich zugestimmt, den Streik zu beenden. Es soll beiden wieder ermöglicht werden, wieder direkt mit Angehörigen zu sprechen. Lindseys Sohn hofft zudem auf ein Gespräch mit dem britischen Außenminister Ed Miliband, um über die Situation seiner Mutter und seines Stiefvaters zu sprechen.









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