Donau zu niedrig
Auch rumänisches AKW leitet Abschaltung ein
Ausbaggerungen und sogar die Sprengung eines Felsens, um die Donau umzuleiten, haben leider nicht ausreichend Wirkung im Kampf um die Kühlung des rumänischen Atomkraftwerks Cernavoda gezeigt. In den nächsten zwei Tagen werde aufgrund des gesunkenen Wasserstands und Durchflusses der Donau die Abschaltprozedur eingeleitet, erklärte die rumänische Wasserbehörde.
Der stellvertretende Direktor Sorin Rândažu bezeichnete die Abschaltung als „unausweichlich“, auch neue Donau-Ausbaggerungen würden daran nichts mehr ändern. „Der Wasserstand in der Region ist deutlich gesunken, in den letzten Stunden um weitere sechs Zentimeter“, wurde Rândažu in Nachrichtenagentur Agerpresder zitiert. „Es gibt keinen Zufluss flussaufwärts“, verwies er auf den niedrigsten Durchflusswert, den er jemals erlebt habe, von lediglich 1370 Kubikmeter pro Sekunde am Dienstag. Cernavoda würde in den kommenden Tagen nur Durchflussmengen von weniger als 300 Kubikmetern pro Sekunde erreichen.
Wettlauf gegen die Zeit
Auch Ausbaggerungen und sogar die Sprengung eines Felsens (siehe Bild unten) zuletzt haben den Betrieb aus aktueller Sicht also nicht gerettet. Aus dem Donaustrom ausgebaggert wurden in den vergangenen sieben Tagen 100.000 Kubikmeter. Weitere vorgesehene Ausbaggerungen benötigen Zeit. Durch weitere solcher Maßnahmen könne das AKW dann wieder zwei bis drei Tage in den Betrieb gehen, stellte Rândažu in Aussicht.
Energiekrise in Rumänien
Einer der zwei Reaktoren in Cernavoda war wegen der Dürre bereits heruntergefahren worden. Da auch weniger Wasserkraft erzeugt wird, herrscht in Rumänien eine Energiekrise. Ungarn entkam zuletzt bei seinem Atomkraftwerk Paks der kompletten Abschaltung. Auch dieses wird mit Donauwasser gekühlt, doch die Donau führt Niedrigwasser wegen der Dürre – auch in Österreich.









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