Die Urlaubszeit ist für die Pfotenhilfe in Lochen (OÖ) an der Grenze zu Salzburg absolute Hochsaison. Während ständig Tiere ausgesetzt oder abgeschoben werden, will in den Ferien fast niemand neue Familienmitglieder aufnehmen. Wieder wurden Katzenbabys gerettet.
Am Montag schlug ein Bauarbeiter aus Straßwalchen Alarm: Auf einer Baustelle kletterten drei Katzenbabys herum. Weit und breit war keine Mama zu sehen und gleich daneben lauerte Gefahr durch einen Bach.
Das Trio wird jetzt vom Team der Pfotenhilfe in Lochen aufgepäppelt. Es hat vom Katzenschnupfen entzündete Augen, ist voller Flöhe und hat Durchfall. Leider versuchen Finder oft mit Kuhmilch den hungrigen Babys zu helfen. Diese verursacht aber schweren Durchfall und starke Bauchschmerzen und schadet daher mehr als sie hilft, so Pfotenhilfe-Chefin Johanna Stadler.
„Heuer reißt das Katzenleid nicht ab. Seit dem Frühjahr haben wir so viele verwaiste Katzenbabys aufgenommen wie noch nie. Die meisten waren noch Säuglinge, aber auch trächtige Mütter und ganze Familien. Diese Fälle sind das Ergebnis verantwortungsloser Gesetzesbrecher, die ihre Katzen trotz Pflicht nicht kastrieren lassen“, ärgert sich Stadler.
Die Katzenbabys werden aufgezogen, medizinisch versorgt, gechippt und registriert und sind damit eindeutig identifizierbar. Die Pfotenhilfe fordert vom Tierschutzministerium einmal mehr eine Chippflicht auch für Katzen, so wie sie für Hunde seit 2005 ganz selbstverständlich ist, um das ausufernde, anonyme Tierleid endlich einzudämmen.
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