Stockers Burger? Erinnern sie sich an Karl Nehammers Aussage, „Wisst´s, was die billigste warme Mahlzeit in Österreich ist? Ist nicht gesund, aber billig: Ein Burger bei McDonalds.“ Vermutlich haben sie dieses Zitat nicht vergessen, es ist ein „bleibendes Vermächtnis“ Nehammers. Eine unglückliche Aussage in einer kleinen Runde, die mitgefilmt und später online gestellt wurde – und den damaligen Kanzler nachhaltig beschädigte. Nehammers Parteifreund und Kanzler-Nachfolger Christian Stocker hat nun eine Aussage mit ähnlichem Potenzial geliefert. Bei seiner Salzburger Station der Kanzler-Sommertour durch alle Bundesländer ließ er sich zur Aussage „Kinderbetreuung ist für mich keine unbezahlte Arbeit, weil Kinderbetreuung würde ich nicht als Arbeit sehen“ hinreißen. „Na mehr brauchst ned“ denkt sich der gelernte Österreicher angesichts der Reaktionen: Ein sommerlicher Proteststurm, der den Kanzler gehörig zerzaust. Stockers Burger?
Mütter-Aufstand. Die erste heftige politische Reaktion kam von links – Grünen-Chefin Leonore Gewessler kritisierte den Kanzler scharf, ehe sich auch der rechte FPÖ-Chef Herbert Kickl zu Wort meldete und von „Verhöhnung“ der Mütter sprach. Tatsächlich kann man von einem Mütter-Aufstand sprechen, den auch eine Umfrage von „Krone“-Redakteuren in den Bundesländern bestätigt. Während „Krone“-Redakteurin Petja Mladenova Stocker in gewisser Weise recht gibt, meint unsere Kolumnistin Conny Bischofberger, der Kanzler habe unrecht. Genau das bestätigte Stocker gestern Vormittag in seiner Entschuldigung: „Ein Satz von mir sorgt gerade für Diskussionen. Zu Recht, denn er ist falsch“. Eine rasche Reaktion. Aber ob er den unglücklichen Satz damit los wird? Es wäre ein Wunder.
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