Unter einer Bedingung

USA will Blockade von iranischen Häfen stoppen

Außenpolitik
07.08.2026 22:59
Porträt von krone.at
Von krone.at

Die Schiffahrt in der Straße von Hormuz ist weiterhin massiv gestört. Jetzt stellen die USA eine Aufhebung der Blockade iranischer Häfen in Aussicht – allerdings nur unter einer Bedingung.

Voraussetzung sei eine Einigung zwischen dem Iran und Oman über die Straße von Hormuz, sagt ein Vertreter der US-Regierung der Nachrichtenagentur Reuters. Es gebe Fortschritte bei den Gesprächen, eine Einigung werde bald erwartet. Sobald ein Abkommen den ungehinderten Handelsverkehr wiederherstelle, würden die USA ihre Blockade aufheben, berichtet Reuters.

Das Vorgehen der USA hänge jedoch von der Erfüllung der Verpflichtungen durch den Iran ab, heißt es weiter. Eine Stellungnahme aus dem Iran oder dem Oman liegt zunächst nicht vor.

Nur acht Schiffe an einem Tag
Trotz ausbleibender gegenseitiger Angriffe zwischen den USA und dem Iran ist die Schifffahrt in der für den weltweiten Handel wichtigen Straße von Hormuz weiterhin massiv gestört. Am Donnerstag hätten lediglich acht Schiffe die Meerenge passiert, geht aus Informationen des Datenanbieters Kpler hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen. Etwa 13 Schiffe sind demnach im Schnitt in der vergangenen Woche durch den Engpass zwischen der Küste des Iran und des Oman gefahren.

Während ein zeitweiliges Rahmenabkommen zwischen dem Iran und den USA galt, herrschte auch für die Schifffahrt in der Region eine Phase gewisser Entspannung. Aber nach dem Zusammenbrechen der Vereinbarung und neuerlicher Blockaden hätten sich etwa die Passagen von Frachtern für Trockengüter halbiert, schrieb der Schifffahrtsdienstleister AXS Marine auf der Plattform X. „Dieser Rückgang hat einen Großteil der nach dem Waffenstillstand im Juni zu verzeichneten teilweisen Erholung zunichtegemacht“.

Iran und USA: Einigung in Sicht
Für den Iran bedeutet die erneute US-Seeblockade ebenfalls massive Einschnitte. Der Schifffahrtsdatenanbieter Windward berichtet etwa nach Analyse von Satellitenbildern, dass an der für den iranischen Ölexport wichtigen Insel Kharg seit längerer Zeit keine Schiffe mehr andockten. Zuletzt hatten sowohl der Iran als auch die USA von einer absehbaren Einigung für die Schifffahrt in der Straße von Hormuz gesprochen. Der Iran verhandelt dabei nach eigenen Angaben direkt mit dem anderen Anrainerstaat Oman.

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