„Mit den ÖBB reisen Sie direkt und bequem in die magische Stadt“, werben die Österreichischen Bundesbahnen mit ihrer Verbindung nach Venedig. Ganz so bequem und direkt erlebte ein Wiener die Zugreise dann aber nicht: „Ich hatte dreieinhalb Stunden Verspätung am Hinweg und zwei Stunden Verspätung am Rückweg“, so die Bilanz des wenig erfreuten 37-Jährigen.
Voller Vorfreude startete Stefan B. am Montag am Wiener Hauptbahnhof die Urlaubsreise nach Venedig. In Tarvisio Boscoverde hieß es dann aber plötzlich: Bitte aussteigen!
„Seitens der ÖBB gab es am Telefon keinerlei Unterstützung oder Infos, man verwies lediglich auf Busse, die kommen würden“, so der 37-Jährige. Knapp zweieinhalb Stunden wartete der Wiener zusammen mit Hunderten Passagieren bei Extremtemperaturen auf die Weiterfahrt.
Als endlich einer der langersehnten Busse ankam, war das Gedränge freilich groß. „Die Busfahrer haben versucht, die Situation ein bisschen zu schlichten“, berichtet B.
Obwohl das Chaos durch ein schadhaftes Triebfahrzeug verursacht wurde, gab es keine Entschuldigung und keinen Hinweis auf eine Entschädigung.
Stefan B. ist enttäuscht.
Da für den 37-Jährigen die Situation aussichtslos schien, organisierte er – wie viele weitere Passagiere – seine Weiterfahrt auf eigene Faust via Regionalzug. Mit knapp dreieinhalb Stunden Verspätung erreichte Stefan B. so endlich Venedig.
Auf Rückfahrt zweimal liegen geblieben
Am Mittwoch ging es dann schon wieder zurück nach Hause. Allerdings auch dieses Mal nicht ohne Zwischenfall: Zweimal sei der Zug liegen geblieben, Fahrgäste seien nicht informiert worden. Mit zwei Stunden Verspätung kam Stefan B. dann um 2 Uhr nachts in Wien an.
„Solche Probleme mit den ÖBB zu haben, ist schon ein besonderes Unglück und leider war das Krisenmanagement mehr als ausbaufähig“, zieht der Wiener ein ernüchterndes Resümee: „Man hat die Leute einfach dumm sterben lassen und gemeint, da müsse man eben Geduld haben ...“
Auf krone.at-Nachfrage bitten die ÖBB um Entschuldigung: „Wir bedauern die entstandenen Unannehmlichkeiten.“ Mögliche Entschädigungen aufgrund der Verspätung können Betroffene bei den ÖBB anfragen.
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