Waldbrand nahe Athen
Zwei Tote bei Crash von Löschhubschraubern
In Griechenland sind am Sonntag zwei Löschhubschrauber zusammengestoßen, die bei der Bekämpfung eines großen Waldbrands nordwestlich von Athen im Einsatz waren. Zwei Insassen eines Helikopters – ein griechischer und ein dänischer Staatsangehöriger – seien dabei getötet worden, teilte die Feuerwehr mit. Die Besatzung des anderen Hubschraubers – ein Grieche und ein Brite – habe indes überlebt. Die Ursache des Unglücks war am Abend noch unklar.
Die Bedingungen galten am Sonntag als extrem schwierig, dementsprechend riskant war der Einsatz in der Region Psatha westlich von Athen: Als die beiden Helis gerade in der Luft schwebten, näherten sie sich immer weiter an. Bis schließlich der eine Hubschrauber den Rotor des anderen berührte. Der sich kurz darauf in einen Feuerball verwandelte und zu Boden stürzte.
Vonseiten der Feuerwehr hieß es, man habe „sofort Rettungsteams mobilisiert, um die Besatzungen zu orten und zu unterstützen“.
Hier ist das Video von der Kollision zu sehen. Achtung, es sind verstörende Bilder:
„Die Piloten wurden bewusstlos ins Krankenhaus gebracht, wo nur noch ihr Tod festgestellt werden konnte“, sagte Feuerwehrsprecher Vassilis Vathrakogiannis im Fernsehen. Damit stieg die Zahl der verunglückten Einsatzkräfte bei den Waldbränden auf fünf: Zwei Feuerwehrleute waren zuvor auf Kreta ums Leben gekommen, ein weiterer auf der Halbinsel Peloponnes. Die zwei anderen Piloten überlebten das Unglück und konnten ihren Helikopter mit einer Notlandung auf dem Boden bringen, berichtete der griechische Rundfunk. Sie kamen mit Verletzungen davon.
Die beiden in den Unfall verwickelten Fluggeräte sind Hubschrauber vom Typ Bell. Alle Bell-Hubschrauber in der Region wurden daraufhin bis zum Abschluss einer Untersuchung aus dem Verkehr gezogen, wie ERT berichtete. Die Hubschrauber waren von der australischen Firma McDermott Aviation gemietet worden und gehörten zu einer Flotte von 15 Maschinen. Das Unternehmen unterstützt seit sieben Jahren Einsätze in Griechenland.
Die Behörden hatten zuvor mehrfach gewarnt, dass heftige Winde die Löscharbeiten aus der Luft gefährlich machten. Die meisten Löschflugzeuge blieben danach am Boden. „Wenn der Wind mit solcher Wucht weht, können selbst die Dutzenden von Flugzeugen, die uns zur Verfügung stehen, nicht sicher eingesetzt werden“, schrieb der konservative Regierungschef Kyriakos Mitsotakis auf Facebook.
Brand nähert sich Athen
Unterdessen haben sich die Flammen des schweren Brandes rund 50 Kilometer westlich von Athen bis auf wenige Kilometer der Stadt Megara mit rund 36.000 Einwohnern ausgebreitet. Nach ersten Schätzungen wurden seit Freitag mehr als 10.000 Hektar Wald sowie Häuser, Ställe und landwirtschaftliche Flächen zerstört, berichtete der griechische Rundfunk ERT.
Der Brennpunkt der Waldbrände in Griechenland befindet sich rund 50 Kilometer westlich der Hauptstadt Athen. Hunderte Einsatzkräfte, darunter auch Feuerwehrleute aus Rumänien und Frankreich, kämpfen dort gegen einen Großbrand, der rund um das dicht bewaldete Gebirgsmassiv von Kithairon wütet. „Die Situation ist chaotisch“, sagte der Bürgermeister von Megara, der wichtigsten Stadt der Region, im griechischen Rundfunk.

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