Brand im Föhrenwald

Glutnester halten die Feuerwehrleute auf Trab

Niederösterreich
07.08.2026 06:00

Der Brand im Föhrenwald im Bezirk Neunkirchen ist zwar unter Kontrolle, doch nach wie vor sind hunderte Feuerwehrleute rund um die Uhr dabei, um Glutnester aufzuspüren und zu löschen. Die Brandursache ist noch unbekannt. 

Auch zwei Tage nach dem Ausbruch des verheerenden Waldbrandes im Föhrenwald von St. Egyden am Steinfeld, Bezirk Neunkirchen, ist der schwierige Einsatz bislang nicht vorbei. Rund 300 Feuerwehrleute und sechs Löschflugzeuge kämpften gestern weiter gegen tückische Glutnester, die durch den Wind jederzeit wieder aufflammen können. „Und auch in der Nacht waren wir mit bis zu 250 Personen im Einsatz“, erklärt Mario Lukas, Bezirksfeuerwehrkommandant von Neunkirchen.

Gefahr hält weiter an
Zwar konnte das Feuer am Mittwochabend unter Kontrolle gebracht werden, doch die Gefahr ist noch nicht gebannt.

Sechs Einsatzkräfte wurden bei dem Einsatz verletzt – sie erlitten Rauchgasvergiftungen und Verbrennungen, sind aber bereits wieder wohlauf.

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Erst, wenn die letzten Glutnester beseitigt sind, können wir Entwarnung geben.

Mario Lukas, Bezirksfeuerwehrkommandant Neunkirchen

Überhaupt sei der Einsatz extrem gefährlich gewesen. „Weil die Föhren im Wald sehr hoch sind und die Baumwipfel brannten, schlugen die Flammen unmittelbar über den Köpfen der Feuerwehrleute über“, schildert Lukas die enorme Gefahr. „Binnen Sekunden entwickelte sich das Feuer zu einem Großbrand“, meint er weiter. Die extreme Trockenheit und die Hitze hätten das Feuer explosionsartig anwachsen lassen. Besonders der immer wieder aufkommende Wind erschwerte die Löscharbeiten.

Schaden betrifft Fläche von 140 Fußballfeldern
Das Ausmaß des Brandes ist enorm: Mehr als 100 Hektar Wald wurden verwüstet – das entspricht in etwa einer Fläche von 140 Fußballfeldern. Der Föhrenwald selbst bedeckt eine Fläche von etwa 4000 Hektar. 

Brandermittler haben bereits mit ihrer Arbeit begonnen – Ursache wurde bis jetzt aber noch keine gefunden. Bürgermeisterin Christa Tisch aus St. Egyden – sie hat ihren Italienurlaub spontan abgebrochen, um unterstützend vor Ort zu sein – erzählt von Föhrenwaldbränden in der Vergangenheit. Sie berichtet von früheren Brandursachen, wo sich immer wieder herumliegende Munition einer stillgelegten Munitionsfabrik im Föhrenwald selbst entzündet hat. „Aber so arg wie jetzt war es noch nie“, so Tisch. 

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Wir können vonseiten des Landes NÖ mit jeder Unterstützung rechnen.  

ÖVP-Bürgermeisterin Christa Tisch

Mario Lukas abschließend: „Wir wissen, dass der Föhrenwald aufgrund seiner Beschaffenheit und der Trockenheit besonders brandgefährdet ist. Deshalb bereiten wir uns seit Jahren gezielt auf Waldbrände vor. Diese Ausbildung, unsere Spezialausrüstung und die Erfahrung unserer Einsatzkräfte haben sich bei diesem Großbrand einmal mehr bewährt.“ Trotz der ersten Erfolge wird der Einsatz voraussichtlich noch mehrere Tage dauern.

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