Kampf gegen Flammen

Föhrenwald-Inferno fordert sechs verletzte Helfer

Niederösterreich
06.08.2026 08:55
Porträt von krone.at
Von krone.at

Der Großbrand in einem Föhrenwald in Niederösterreich ist zwar unter Kontrolle – doch die Löscharbeiten forderten den Helfer einiges ab. Sogar sechs Verletzte sind mittlerweile zu beklagen. 250 Feuerwehrleute stehen noch immer bereit, um Glutnester im trockenen Wald aufzuspüren und zu entfernen. 

Drei Feuerwehrmitglieder zogen sich Verbrennungen zu, drei weitere erlitten eine Rauchgasvergiftung.

(Bild: Feuerwehr Neunkirchen-Stadt)
(Bild: Bezirksfeuerwehrkommando Neunkirchen)
(Bild: LFK/Matthias Fischer)

Flammen breiteten sich durch Wind rasch aus
Das Feuer brach am Nachmittag im Föhrenwald in St. Egyden am Steinfeld aus. Die Flammen breiteten sich auch aufgrund des Windes „sehr schnell“ aus, erklärte Klaus Stebal vom Landeskommando. Rund 100 Hektar waren betroffen. Die Rauchsäule war kilometerweit zu sehen.

Die Einsatzkräfte kämpften seit den Mittwochnachmittagsstunden gegen die Flammen.
Die Einsatzkräfte kämpften seit den Mittwochnachmittagsstunden gegen die Flammen.(Bild: LFK/Matthias Fischer)

Mehr als 550 Feuerwehrmitglieder rückten aus, unterstützt von Drohnen und fünf Hubschraubern. Am Abend konnte der Brand unter Kontrolle gebracht werden. Im Zuge der Nachlöscharbeiten wurden Glutnester aufgespürt und bekämpft.

Aktueller Stand am Donnerstag – Brand ist unter Kontrolle
Heute Donnerstag ist der Brand so weit unter Kontrolle. 250 Mitglieder der Feuerwehr sind noch im Einsatz. Die Brandausbreitung konnte in der Nacht durch Bodenkräfte verhindert werden.Glutnester wurden aufgespürt und abgelöscht, Drohnen mit Wärmebildkameras suchen laufend danach. 

Zitat Icon

Der Waldbrand ist derzeit unter Kontrolle. Das bedeutet aber nicht, dass unsere Arbeit beendet ist

Mario Lukas, Bezirksfeuerwehrkommandant Neunkirchen

„Wir werden auch in den kommenden Stunden und Tagen mit voller Stärke im Einsatz bleiben, um alle Glutnester aufzuspüren und ein Wiederaufflammen des Brandes zu verhindern. Erst wenn auch die letzten Glutnester beseitigt sind, können wir Entwarnung geben“, erklärt Mario Lukas, Bezirksfeuerwehrkommandant von Neunkirchen. 

Man wisse zum Glück, dass der Föhrenwald aufgrund seiner Beschaffenheit und der Trockenheit besonders brandgefährdet ist. „Deshalb bereiten wir uns seit Jahren gezielt auf Waldbrände vor. Diese Ausbildung, unsere Spezialausrüstung und die Erfahrung unserer Einsatzkräfte haben sich bei diesem Großbrand einmal mehr bewährt.“

Große Fläche betroffen
Das aktuelle Feuer im Föhrenwald zählt zu den historisch größten in Niederösterreich. Der flächenmäßig größte derartige Brand österreichweit in den vergangenen 130 Jahren ereignete sich im März 2022 auf dem Areal des Truppenübungsplatzes Allentsteig im Waldviertel.

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